Neurologie
Statement zum Heftschwerpunkt Neurologie
Prof. Dr. med. R. Haberl 2005;5 (8): 30
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Nach einem Schlaganfall steht zunehmend die Therapie des gesamtvaskulären Risikos im Vordergrund. Dazu ist in der Regel eine Mehrfachkombination verschiedener Medikamente notwendig. Mit der Anzahl der Medikamente steigt die Gefahr von Wechsel-und Nebenwirkungen. Die Compliance sinkt.
Dr. med. S. Kirsch, Prof. Dr. med. R. Haberl 2005;5 (8): 30-36
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Das Schlaganfallrisiko ist bei Frauen in jeder Altersstufe niedriger als bei Männern. Da Frauen jedoch eine durchschnittlich fünf bis zehn Jahre längere Lebenserwartung haben, und das Schlaganfallrisiko mit zunehmendem Alter ansteigt, ist das Lebenszeitrisiko eines Schlaganfalls bei Frauen höher als bei Männern.
Dr. med. K. Sander, Prof. Dr. med. D. Sander 2005;5 (8): 37-40
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Fallkontrollstudien zeigen, dass Menschen mit einem offenen Foramen ovale (PFO) ein leicht erhöhtes Schlaganfallrisiko haben. Ein isoliertes PFO ist wahrscheinlich kein relevanter Risikofaktor für ischämische Reinsulte. Bei Patienten mit PFO in Kombination mit einem Vorhofseptumaneurysma (ASA) ist allerdings das Risiko eines Reinsultes erhöht. Prospektive Verlaufsstudien und eine randomisierte Studie (PICSS) zeigten, dass in den meisten Fällen eine Behandlung mit Azetylsalizylsäure ausreichend ist. Kommt es zu einem Schlaganfallrezidiv, muss entschieden werden, ob eine orale Antikoagulation oder ein interventioneller PFO-Verschluss erfolgen soll.
Prof. Dr. med. H.-C. Diener, Dr. med. C. Weimar 2005;5 (8): 41-43
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Es gibt offenbar einen genetischen Zusammenhang zwischen offenem Foramen ovale (PFO) und Migräne mit Aura. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis für einen kausalen Zusammenhang. Daher ist es nicht gerechtfertigt, einen Verschluss eines PFOs zur Migräneprophylaxe durchzuführen.
Prof. Dr. med. H.-C. Diener, Dr. med. Z. Katsarava 2005;5 (8): 44-46
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Die Ergebnisse der bisher publizierten Studien zur Wertigkeit der Karotisendarteriektomie in der Hirninfarktprävention rechtfertigen keinesfalls, alle Patienten mit einer hochgradigen asymptomatischen Karotisstenose grundsätzlich zu operieren. Im Gegenteil bleibt vielmehr zu befürchten, dass der selbst unter Studienbedingungen geringe Effekt der Operation im klinischen Alltag nicht zu erzielen ist, und mehr Patienten durch eine Operation geschädigt werden könnten.
Dr. med. Florian Masuhr 2005;5 (8): 46-48
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CME-Fragebogen zum Heftschwerpunkt 2005;5 (8): 49-50
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Mit einem simplen Kriterienkatalog kann man diejenigen Patienten erkennen, die in den Tagen nach einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA) von einem großen Schlaganfall bedroht sind.
Prof. Heinrich Holzgreve, München 2005;5 (6): 46
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