Lipidologie

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Streit um die beste Diät zum Abnehmen: Ist Atkins (erneut) gestorben?

In einem Editorial mit dieser Überschrift kommen M.Lean und J.Lara bei ihrer Abwägung über den Nutzen der 'Atkins-Diät' zu dem Ergebnis, dass es im Grunde egal ist, womit man abnimmt. Prof. Dr. med. Peter Schwandt, München 2004;4 (7): 45
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Überraschende Erkenntnis: Ein LDL von 60 mg/dl ist deutlich besser als ein LDL von 100 mg/dl

Der Jahreskongress des American College of Cardiology (ACC) geriet zum Kreuzzug gegen das atherogene LDL-Cholesterin. Je tiefer, desto besser, lautete die Botschaft mehrerer Großstudien. Wer die Statindosis zu langsam auftitriert, nimmt Herzinfarkte in Kauf, wer auf Statine nach Infarkt verzichtet, verdoppelt das Sterberisiko seines Patienten. Die Leitlinien müssen wohl schon bald angepasst werden: Der bisherige LDL-Zielwert von 100 mg/dl ist offensichtlich noch viel zu hoch. Dr. med. Dirk Einecke 2004;4 (3): 13-14
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Hoher Omega-3-Fettsäuregehalt im Berggras: Das „alpine Paradoxon“ – auf Käse gebaut

Würde die Arbeit nicht in „Circulation“ stehen, man könnte sofort zur Tagesordnung übergehen und die Sensationsmeldung als Marketinggag abtun. Aber die Erfindung des „alpinen Paradoxons“ und das Geheimnis des Bergkäses haben durchaus präventivmedizinische Relevanz, auch wenn nicht alles sofort plausibel ist. Fest steht: Der Bergkäse – und nur er! – enthält überraschend viele Omega-3-Fettsäuren. Dr. med. Jochen Aumiller 2004;4 (2): 13
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Erhöhtes Herzinfarktrisiko bei Patienten mit HIV-1-Infektion: Ist das HI-Virus selbst der Schuldige oder erst die antiretrovirale Therapie?

Bei HIV-1-infizierten Personen steigt das kardiovaskuläre Risiko mit der Dauer der kombinierten antiretroviralen Therapie. Im Vergleich zur Gesamtsterblichkeit war das kardiovaskuläre Risiko jedoch sehr niedrig. Ein Vergleich mit nicht HIV-1-infizierten Kohorten ist wegen der deutlich unterschiedlichen Prävalenz an Risikofaktoren nicht möglich. Prof. Dr. med. W. O. Richter, Windach 2004;4 (2): 45
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Pro & Kontra: Prävention bei heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie - Schon Kinder mit Statinen behandeln?

Bei der heterozygoten familiären Hypercholesterinämie laufen die Mechanismen der Atherosklerose im Zeitraffer ab. Die Patienten haben schon als junge Erwachsene angiographisch feststellbare Veränderungen an ihren Koronarien. Überträgt man die Ergebnisse der großen Statinstudien zur Primär- und Sekundärprävention der KHK auf diese Patienten, erscheint es sinnvoll, CSE-Hemmer bei dieser Fettstoffwechselstörung schon im Kindesalter einzusetzen. Es gibt hierzu jedoch keine prospektiven Studien und über die Langzeitfolgen einer Statintherapie von Adoleszenten ist nur wenig bekannt. Der Einsatz von Statinen im Kindesalter ist daher umstritten. A. Weizel, Mannheim 2004;4 (1): 18-20
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Niedriges HDL-Cholesterin wird als Risikofaktor immer wichtiger: Epidemiologie, Biochemie und Intervention

Eine niedrige HDL-Cholesterinkonzentration im Blut ist ein Risikofaktor für das vorzeitige Auftreten einer koronaren Herzkrankheit. Deshalb kommt der Erhöhung des HDL-Cholesterins eine immer größere klinische Bedeutung zu. Bei niedrigem HDL-Cholesterin sollte zunächst ausgeschlossen werden, dass der Patient in den letzten drei bis vier Wochen einen fieberhaften Infekt durchgemacht oder eine hypokalorische Kost eingehalten hat. In beiden Fällen kann es zur deutlichen passageren Verringerung von HDL-Cholesterin kommen. Ganz besonders wichtig ist, eine Hypertriglyzeridämie, die meist mit einem niedrigen HDL-Cholesterin einhergeht, zu behandeln. Prof. Dr. med. A. Weizel und Prof. Dr. med. W. O. Richter 2004;4 (1): 22-27
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Verringerung des Herztodes bei KHK und nach Infarkt: Schutz durch langkettige Omega-3-Fettsäuren

Die Studie „GISSI Prevenzione“ zeigte in einem nicht plazebokontrollierten offenen Design, dass mit einer Supplementierung von Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure (Verhältnis 1,25:1) tödliche kardiale Ereignisse bei Patienten mit manifester koronarer Herzkrankheit vermindert werden können. Der große Vorteil für den Patienten ist, dass für diese Wirkung die Nahrung in ihrer Zusammensetzung nicht verändert werden muss, sondern dass die zusätzliche Gabe allein das Risiko deutlich reduzieren kann. Für den günstigen Effekt auf die tödlichen kardialen Ereignisse wird eine antiarrhythmogene Wirkung diskutiert. Prof. Dr. med. Werner O. Richter 2004;4 (1): 28-32
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Cholesterin-Resorptionshemmung: Ein viel versprechender Ansatz zur Reduktion des kardiovaskulären Risikos

Mit dem Cholesterin-Resorptionshemmer Ezetimib steht eine neuartige Substanz zur Verfügung, die möglicherweise in Kombination mit Statinen zu einem effektiveren Erreichen der LDL-Zielkonzentrationen bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit führen kann. Gesicherte Indikationen für eine Kombinationstherapie sind homozygote familiäre Hypercholesterinämie und die gegen eine adäquate Statintherapie refraktäre primäre Hypercholesterinämie. Dr. med. Nikos Werner, Prof. Dr. med. Michael Böhm 2004;4 (1): 33-36
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Wachstum pathogener Keime begünstigt: Vorsicht mit Omega-3-Fettsäuren bei Tuberkulose!

Langkettige Omega-3-Fettsäuren vom Fisch scheinen bei Infektionskrankheiten kontraindiziert zu sein. Bei Tuberkulose sollte auf sie verzichtet werden. Prof. Dr. med. Werner O. Richter, Windach 2004;4 (1): 46
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