Kardiologie
Gespräch mit Prof. Dr. Georg M. Wieselthaler, Wien
J. Aumiller 2009;9 (6): 10-11
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Bereits auf dem Europäischen Kardiologenkongress in Barcelona waren die positiven Gesamtergebnisse von PLATO präsentiert worden, in Orlando nun bestätigte eine Subgruppenauswertung bei fast 8500 Patienten mit STEMI, die sich einer PCI unterzogen, die Überlegenheit von Ticagrelor gegenüber Clopidogrel.
J. Aumiller 2009;9 (6): 12
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Unter den zahlreichen Neuentwicklungen auf dem Gebiet der Gerinnungshemmung haben nicht alle gleich gute Karten. Cangrelor schien zunächst ein Volltreffer zu sein, weil es i. v. appliziert werden kann mit sofortigem Wirkungseintritt, wenn es als Bolus appliziert wird. Genauso rasch, wie es wirkt, hört der Effekt auch wieder auf. Zwei aufwendige Studien brachten nun die Ernüchterung: Die Vorteile der Substanz fanden in den Ergebnissen keinen Niederschlag.
J. Aumiller 2009;9 (6): 13
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Welcher Plättchenfunktionstest kann am besten das klinische Outcome vorhersagen? Erstmals erfolgte ein direkter Vergleich von acht Tests, zwei obsiegten. Keiner sagt allerdings das Risiko von Blutungen voraus.
J. Aumiller 2009;9 (6): 13-14
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Bislang kaum erwähnte Nebenwirkung der Stents, vor allem der Medikamente freisetzenden (DES): Sie können zu Bruch gehen und dann zu fatalen Komplikationen wie Stentthrombosen, Restenosen und daraus resultierenden klinischen Ereignissen führen. Dr. Gaku Nakazawa vom Pathologischen Institut in Gaithersburg hat gefunden, dass 30% der DES, die bei Autopsien untersucht wurden, m. o. w. stark ramponiert waren.
J. Aumiller 2009;9 (6): 14
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Lady Rai war Kindermädchen einer ägyptischen Königin, die drei Jahrhunderte vor Pharao Ramses I. lebte – und sie hatte Plaques in der Aorta. Zu dieser Diagnose kam ein Team aus Kardiologen, Ägyptologen, Imaging-Experten und Denkmalschützern, die im ägyptischen Museum zu Kairo den mumifizierten Körper unter einen Mehrschicht-CT schoben und in ihren Arterien Überreste von Plaques fanden.
J. Aumiller 2009;9 (6): 16
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Intravenöse Applikation von Eisencarboxymaltose korrigiert den Eisenmangel bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz zuverlässig und bessert sowohl die Symptome als auch die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität. Dabei ist es unerheblich, ob eine Anämie vorliegt oder nicht – eine neue klinische Erkenntnis.
J. Aumiller 2009;9 (6): 16
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Die Frage des interventionellen Zugangs, ob femoral oder radial, scheint noch Geschmackssache zu sein. Die femorale Eröffnung ist die klassische und wird derzeit in Europa von den meisten Kardiologen bevorzugt. In den USA wählen derzeit nur maximal 5% der Interventionalisten die Radialis. Das wird sich vermutlich bald ändern. RAPTOR hat hier eine wichtige Initialzündung geliefert.
J. Aumiller 2009;9 (6): 17-18
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Täglich 150 mg statt 50 mg Losartan senken die Letalität und die Einweisungsrate von chronisch herzinsuffizienten Patienten, die ACE-Hemmer nicht vertragen, signifikant. Der Preis dafür: Leicht erhöhte Raten von Hyperkaliämie und Nierenfunktionsstörungen.
J. Aumiller 2009;9 (6): 18
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Vor über zehn Jahren hat der Gesetzgeber bundesweit die Kliniken dazu verpflichtet, für einzelne Behandlungsabläufe spezifische Daten zu erfassen. Hierzu wurde im Jahr 2000 die Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) gegründet. Hat sich dadurch die Qualität der kardiovaskulären Versorgung merklich verbessert? Dieser Frage gingen Experten auf einem Symposium anlässlich des 15-jährigen Bestehens des MediClin Herzzentrums Lahr/Baden nach, mit leider nicht nur positiven Ergebnissen.
J. Aumiller 2009;9 (6): 23-24
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Das Symposium zur 15-Jahr-Feier Herzzentrum Lahr/Baden hat das wohl heißeste Thema gewählt, das derzeit die kardiovaskuläre Medizin (und nicht nur diese) bewegt: Was sind Qualitätsanalysen wert? CardioVasc befragte hierzu Prof. Eberhard von Hodenberg, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Kardiologie am Herzzentrum Lahr.
J. Aumiller 2009;9 (6): 24-25
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Lange Zeit bleibt sie stumm. Wenn dann aber Symptome auftreten, ist es höchste Zeit zu handeln: Die Aortenklappendegeneration bzw. -sklerose ist einer der häufigsten Zufallsbefunde bei älteren Semestern. In einer epidemiologischen Langzeitstudie aus Deutschland sind nun die wichtigsten Risikofaktoren identifiziert worden: Rauchen und erhöhte Cholesterinspiegel.
J. Aumiller 2009;9 (6): 28-29
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Grundsätzlich unterscheiden sich die Therapiestrategien bei älteren Patienten mit Herzinsuffizienz, KHK und Herzrhythmusstörungen nicht von denen bei jüngeren. Doch bei betagten Patienten müssen individuelle Gesichtspunkte, genauer gesagt, Begleiterkrankungen, Lebensumstände und Lebensqualität stärker in die Therapieentscheidung einfließen.
P. Stiefelhagen 2009;9 (6): 29-30
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Storchenbeine, z. B. bei Models, mögen ihren Reiz haben, aus Sicht der Kardiologen ist dies aber eher eine bedauernswerte phänotypische Eigenschaft. Wie dänische Wissenschaftler herausfanden, gehen dünne, wenig muskulöse Beine mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tod einher.
J. Aumiller 2009;9 (6): 32
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Kleine Studie, große Wirkung: ARBITER-6-HALTS, eine Surrogatparameter-Studie an etwa 200 Hochrisikopatienten, favorisierte ein Nikotinsäurepräparat im Vergleich zu dem Cholesterinabsorptionshemmer Ezetimib.
J. Aumiller 2009;9 (6): 6-8
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Die erste Phase nach einem akuten Myokardinfarkt ist von einer exzessiven Sterblichkeit u.a. durch arrhythmogene Ereignisse gekennzeichnet. Profitieren Patienten mit einem besonderen Risikoprofil in den ersten vier Wochen nach einem akuten Myokardinfarkt von einer ICD-Therapie?
B. Schmidt, K.-H. Kuck 2009;9 (6): 60
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Die aktuellen Leitlinien der kardiologischen Fachgesellschaften empfehlen die Implantation eines Defibrillators mit kardialer Resynchronisationstherapie bei Patienten mit Herzinsuffizienz in den Stadien NYHA III-IV, einer eingeschränkten linksventrikulären Ejektionsfraktion <= 35% und einer Verbreiterung des QRS-Komplexes >= 120 ms bei Vorliegen von Sinusrhythmus. Die MADIT-Studie untersuchte, ob die CRT auch Patienten mit nur milden Herzinsuffizienzsymptomen (NYHA I-II) nützt.
B. Schmidt, K.-H. Kuck 2009;9 (6): 61
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Ein Viertel der Patienten mit bekannter extrakardialer Sarkoidose weist eine kardiale Mitbeteiligung auf. Die Rate an kardialen Todesfällen ist in dieser Gruppe um den Faktor 10 erhöht.
P. W. Radke 2009;9 (6): 62-63
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Für therapieresistente, terminal Herzinsuffiziente bleiben nur zwei Hoffnungen: Herztransplantation oder bei Kontraindikation ein Unterstützungssystem. Diese Ventrikelpumpen machen spektakuläre Fortschritte, wie eine neue Studie aus den USA zeigt.
J. Aumiller 2009;9 (6): 8
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Gespräch mit Ernst Bruckenberger
J. Aumiller 2009;9 (5): 10-11
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Je nach Standort landen bis zu 50% der Absolventen eines Medizinstudiums nicht in der Patientenversorgung. Die Jungmediziner bevorzugen Stellen in der Industrie, gehen aber auch gern ins Ausland, wo sie bessere Arbeits- und Forschungsbedingungen erwarten. Wachsende Personalnot ist die Folge, darauf hat schon der Vorgänger von Böhm, Prof. Gerd Heusch, energisch hingewiesen.
J. Aumiller 2009;9 (5): 10
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Prof. Raimund Erbel ließ sich wohl von Günter Jauchs Quizsendungen im Fernsehen inspirieren, als er seine Sitzung Alt gegen Jung anberaumte. Tatsächlich traten fünf Senior-Kardiologen gegen fünf durchaus arrivierte Junioren an, um eine Quizsitzung zu bestreiten. Erbel gab den Jauch, sehr eloquent und wie es sich bei diesem Format gehört, mit einem gewissen Schalk im Nacken. Obwohl die Senioren mit 3600 gegen 2900 Punkten gewannen, hatten alle großen Spaß: Fortsetzung erwünscht!
J. Aumiller 2009;9 (5): 12-14
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Gespräch mit Tagungspräsident Prof. Thorsten Lewalter, Paderborn
J. Aumiller 2009;9 (5): 15-16
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Die Ultima Ratio bei terminal herzinsuffizienten Patienten ist die Herztransplantation. Die mit Abstand häufigsten Indikationen für den Eingriff sind die KHK und die dilatative Kardiomyopathie. 2008 wurden in Deutschland 363 Herztransplantationen durchgeführt. Dies ist seit 1998 die niedrigste Zahl, so Prof. J. Gummert, Bad Oeynhausen. Man müsse befürchten, dass die Zahl angesichts der geringen Spendebereitschaft in Deutschland weiter zurückgehe.
P. Stiefelhagen 2009;9 (5): 16
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Mit zu den größten therapeutischen Herausforderungen auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählt die pulmonale Hypertonie. Sie beschäftigt sowohl die Pneumologie als auch die Kardiologie und geht meist mit keiner guten Prognose einher. Jetzt haben die beiden Europäischen Fachgesellschaften, unterstützt von der Internationalen Gesellschaft für Herz- und Lungentransplantation, gemeinsame Leitlinien erarbeitet und in Barcelona eine neue klinische Definition vorgestellt: Sie unterscheidet gleich sechs verschiedene Gruppen von Patienten mit Lungenhochdruck.
J. Aumiller 2009;9 (5): 26-27
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Die FAME-Studie ist in der Tat, wie ihr Name nahelegt, berühmt geworden; sie fordert ein Umdenken bei den Interventionalisten und kann den okulomotorischen Reflex vergessen machen: Die Zweijahresergebnisse bestätigen nun, dass die Messung der FFR Auskunft darüber gibt, ob die angiografisch sichtbare Stenose hämodynamisch von Bedeutung ist oder nicht. Die Botschaft: Wer die FFR konsequent einsetzt, spart viele Stents und behandelt den Patienten obendrein prognostisch besser.
J. Aumiller 2009;9 (5): 27-28
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Die Überlebensraten von Infarktpatienten mit niedriger linksventrikulärer Auswurffraktion verbesserten sich, je später nach dem akuten Ereignis ein ICD implantiert wurde. Das ist eines der wichtigsten Ergebnisse des deutschen PreSCD-II-Registers, das Prof. Heinz Völler in Barcelona vorstellte. Außerdem: Die deutschen Kardiologen sind offenbar noch sehr zurückhaltend, was die ICD-Versorgung betrifft. Zu Hintergründen und Resultaten von PreSCD sprach CardioVasc mit Prof. Völler.
J. Aumiller 2009;9 (5): 29-30
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Bei Frauen mit chronischer Herzinsuffizienz scheint die Implantation eines ICDs das Sterberisiko nicht zu senken. Die Ursachen für die geschlechtsspezifischen Unterschiede sind bislang unerklärlich. Diskutiert werden sowohl statistische als auch pathophysiologische Gründe. 2009;9 (5): 30
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Die Vorstellung des neuesten Herzberichts ist bereits seit Jahren einer der Höhepunkte der Herbsttagung der DKG – allerdings nur für Journalisten. Den Kongressteilnehmern werden die aktuellen Trends in der Versorgung noch vorenthalten.
J. Aumiller 2009;9 (5): 6-7
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Es wird über einen Patienten berichtet, bei dem 1994 eine aortokoronare Fünffach-Bypassoperation durchgeführt wurde
C. J. F. Holubarsch 2009;9 (5): 61-62
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Editorial zum Schwerpunkt Kardiologie
G. Nickenig 2009;9 (4): 1
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Das Staunen ist der Anfang der Erkenntnis, fand Plato und hat damit die Stimmung weise voraussehend wiedergegeben, die sich bei der Präsentation der PLATO-Studie verbreitete: Im Wettstreit der Plättcheninhibitoren hat Ticagrelor offenbar die Nase vorn, und zwar bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom.
J. Aumiller 2009;9 (4): 12
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Intervention gelungen, Patienten nach vier Wochen tot, gestorben am Reinfarkt. Alles spricht dafür, dass die antithrombotische Therapie in der Nachsorge nicht ausreichend war oder der Patient zur Gruppe der Non-Responder zählte: Er sprach auf Clopidogrel, vielleicht auch auf ASS unzureichend an. Um diese Spätkomplikationen zu vermeiden, rüstet die klinische Forschung auf verschiedenen Ebenen auf: Neue, vielleicht effektivere Antithrombotika sind in der Entwicklung, bessere Stents ohnehin. Wie Prof. Meinrad Gawaz in Barcelona ausführte, lässt sich schon mit einem simplen Score die Gefährdung des Patienten, eine postinterventionelle Komplikation zu entwickeln, abschätzen.
J. Aumiller 2009;9 (4): 13-14
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Auch für den Einsatz von Clopidogrel beim ACS gibt es neue Erkenntnisse aus der CURRENT-OASIS-7-Studie. Eine Verdoppelung der Initial- und Erhaltungsdosen bei Patienten, bei denen eine PCI ansteht, bringt eine signifikante Reduktion von Stentthrombosen und kardiovaskulären Ereignissen, insbesondere eine Abnahme von Infarkten, ohne dass signifikant mehr schwere Blutungen erwartet werden müssten.
J. Aumiller 2009;9 (4): 16
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Auch die modernen Therapieverfahren zur Beseitigung des Vorhofflimmerns sind nicht ganz ungefährlich, wie eine Studie des AFNET zeigt, die Prof. Michael Oeff in Barcelona präsentierte. Auch die neuen Therapieoptionen zeigen noch ihre Schattenseiten und bergen Gefahren für neue Komplikationen, was bei der individuellen Therapieentscheidung berücksichtigt werden sollte.
J. Aumiller 2009;9 (4): 16
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Die Überraschung ging zwar nicht in die Hose, fiel aber anders aus als gedacht: Als Prof. Heusch, Essen, zum Abschluss seiner Amtszeit als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie noch einen Geniestreich landen wollte, dauerte die Hallelujah-Stimmung nicht lange, genau gesagt einen Tag von der Eröffnungspressekonferenz bis zur Mitgliederversammlung. Dann war der erste Plan für ein Deutsches Herzforschungszentrum bereits in der Korrekturphase.
J. Aumiller 2009;9 (4): 22
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Die Zeiten, als Kolosse mit einem BMI über 40 oder gar 50 kg/m² Seltenheitswert hatten und vornehmlich in Schaubuden auf Volksfesten zu bestaunen waren, sind vorbei. Die sogenannte morbide Adipositas hat auch zahlenmäßig solche Ausmaße erreicht, dass nun die American Heart Association (AHA) in einem Empfehlungspapier Ratschläge für die kardiologische Diagnostik und das Management dieser gewichtigen Patienten publiziert hat: Ein neues kardiologisches Betätigungsfeld, das vermutlich zunehmend auch die Europäer herausfordern dürfte.
J. Aumiller 2009;9 (4): 30-33
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Erkrankungen, die mit einem chronisch erhöhten Thromboembolierisiko einhergehen, machen die Aufnahme einer dauerhaften effektiven oralen Antikoagulation erforderlich. Bisher sind die oralen Vitamin-K-Antagonisten, zu denen auch Marcumar gehört, die einzigen Substanzen, welche leitliniengerecht zur Thromboembolieprophylaxe langfristig eingesetzt werden dürfen. Die verschiedenen VKA haben jedoch mehrere ungünstige Stoffeigenschaften, welche deren therapeutischen Nutzen limitieren.
C. Hammerstingl 2009;9 (4): 38-42
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Bericht vom Kongress der European Society of Cardiology (ESC), Barcelona, 29. August bis 2. September 2009, Teil 1
J. Aumiller 2009;9 (4): 4-5
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Die duale orale Thrombozytenaggregationshemmung mit ASS und Clopidogrel ist wesentlicher Bestandteil der medikamentösen Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen. In den letzten Jahren haben sich Berichte über Resistenzen gegenüber beiden Substanzen gehäuft und es konnte eine dadurch verschlechterte Prognose nachgewiesen werden. Dies führte zur Entwicklung neuer antithrombozytärer Substanzen, die entweder bereits zugelassen sind oder sich in fortgeschrittenen Stadien der klinischen Prüfung befinden. Diese Substanzen zeichnen sich durch sehr niedrige interindividuelle Wirkungsunterschiede aus und bieten durch schnelleren Wirkungseintritt und teilweise durch reversible antithrombozytäre Hemmung weitere Vorteile gegenüber der bisherigen Standardtherapie.
H. Möllmann, H. M. Nef, C. W. Hamm 2009;9 (4): 43-45
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Die verfügbaren Pharmaka zur Behandlung kardialer Arrhythmien besitzen aufgrund ihres relevanten Nebenwirkungsrisikos eine in der Langzeittherapie limitierte Einsetzbarkeit. Neue Antiarrhythmikaentwicklungen haben daher neben hoher antiarrhythmischer Effektivität eine Reduktion der Nebenwirkungsrate zum Ziel.
J. W. Schrickel 2009;9 (4): 47-51
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Eine blutzuckersenkende Therapie reduziert vor allem mikrovaskuläre Ereignisse. Eine konsequente und vor allem früh nach der Diabetesdiagnosestellung begonnene Blutzuckereinstellung könnte auf lange Sicht auch die Inzidenz makrovaskulärer Ereignisse beeinflussen, doch in Bezug auf den Grad der Risikoreduktion ist sowohl die lipidsenkende als auch die antihypertensive Therapie als deutlich potenter anzusehen und die Evidenz für die Wirksamkeiten dieser Behandlung ist wesentlich besser.
N. Marx 2009;9 (4): 52-55
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Vorhofflimmern lässt das Schlaganfallrisiko um das Siebenfache ansteigen. Es ist verantwortlich für 15% aller Schlaganfälle; ein Jahr nach dem Ereignis ist die Hälfte der Patienten verstorben. Mit dieser epidemiologischen Horrorshow umriss der deutsche Studienleiter von RE-LY, Stefan H. Hohnloser, das Ausmaß des Problems. Die ökonomische Dimension sieht so aus: Der EU entstehen durch den Schlaganfall Kosten von 38 Mrd. €, das sind etwa 20% der Gesundheitsausgaben für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
J. Aumiller 2009;9 (4): 6-8
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Bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen und Diabetikern mit Risikofaktoren aber ohne Herzinsuffizienz ist mit ACE-Hemmern (ACEI) eine Reduktion der kardiovaskulären Morbidität und Mortalität erwiesen. Welche Rolle der AT1-Blocker (ARB) bei solchen Patientengruppen spielt, war bisher nicht bekannt. Daher wurde eine große, randomisierte, doppelblinde Langzeit-Vergleichsstudie (ONTARGET) zwischen dem ARB Telmisartan (T) und dem ACEI Ramipril (R) jeweils allein und in Kombination bei den obengenannten Patientenpopulationen durchgeführt.
B. Rangoonwala, J. Rosenthal 2009;9 (4): 60-63
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Regelmäßige körperliche Bewegung hat einen positiven Einfluss auf die Gesundheit. Eine schwedische Studie zeigte jetzt, dass auch Personen, die erst im Alter über 50 Jahren mit einer sportlichen Aktivität beginnen, davon profitieren.
J. Seißler 2009;9 (4): 68
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Keimfreie Fliegenmaden (Lucilia sericata) kommen vielfach beim biochirurgischen Débridement im standardisierten Wundmanagement zum Einsatz. Doch deren Nutzen wurde bisher nicht in kontrollierten Studien untersucht.
N. Diehm 2009;9 (4): 69
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Die DGK-Mitglieder fühlten sich überrumpelt: Ihr Präsident Gerd Heusch, Essen, hatte in Mannheim ein fertiges Konzept für ein deutsches Herzforschungszentrum vorgestellt. Die Pläne, so Heusch, liegen bereits der Bundeswissenschaftsministerin, Annette Schavan, vor. Sieben Kliniken, die die kardiologischen Schwerpunktthemen abdecken sollen, seien bereits ausgewählt.
J. Aumiller 2009;9 (3): 12-13
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Noch immer erschüttern Nachbeben der SYNTAX-Studie die Interventionalisten und Herzchirurgen. Auf dem Deutschen Kardiologenkongress in Mannheim ist die Studie nun nach allen Regeln der Kunst seziert worden. Dabei fand man, dass einige Schwachstellen in der Planung die praktische Bedeutung von SYNTAX doch etwas schmälern. Vor allem an der Zusammensetzung des primären Endpunkts reiben sich die Gemüter. Die Interventionalisten wollen sich vom Studienergebnis aber nicht unterkriegen lassen.
J. Aumiller 2009;9 (3): 14-17
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Die PCI mit Stents oder anderen Verfahren zu verbessern, ist das Ziel zahlreicher Forschungsprojekte. Zwei deutsche Gruppen haben in Mannheim erste Ergebnisse präsentiert.
J. Aumiller 2009;9 (3): 16
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Interview mit Prof. Albrecht Schömig, München
J. Aumiller 2009;9 (3): 18-20
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Die Behandlung von Patienten mit Vorhofflimmern wird in Deutschland immer besser. Die meisten Patienten werden in Deutschland gut, im internationalen Vergleich sogar sehr gut behandelt, fasst Prof. Dr. Paulus Kirchhof vom Kompetenznetz Vorhofflimmern (AFNET), Universitätsklinikum Münster, die aktuellen Auswertungen eines bundesweiten Patientenregisters mit rund 10 000 Patienten zusammen.
J. Aumiller 2009;9 (3): 20
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Die koronare Sterblichkeit zeigt deutliche regionale Unterschiede mit einem klaren geografischen Gradienten vom Nordosten zum Südwesten Deutschlands.
J. Aumiller 2009;9 (3): 21
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Die Deutsche Herzstiftung sieht die ärztliche Versorgung von Herzpatienten durch die neue Gesundheitsreform massiv gefährdet, und zwar wegen der drastischen Kürzung der Honorare für die niedergelassenen Kardiologen sowie der Begrenzung der Zahl der Patienten, die sie behandeln dürfen.
J. Aumiller 2009;9 (3): 28
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Wird die Aspirinresistenz ein neuer Risikomarker bei Infarktpatienten? Wie ist die für Mutter und Kind lebensbedrohliche Kardiomyopathie in der Schwangerschaft zu behandeln? Sollte man der kardiorenalen Achse bei Patienten mit Niereninsuffizienz mehr Aufmerksamkeit schenken? Wie werden „Störfeuer“ im Vorhof wirksam bekämpft? Die Highlights vom Treffen der mitteleuropäischen Kardiologen in Dresden.
J. Aumiller 2009;9 (3): 32-34
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Gespräch mit Prof. B. Lüderitz, Bonn/München, und Dr. S. G. Spitzer, Dresden
J. Aumiller 2009;9 (3): 36-37
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Bei Diabetikern weist die KHK eine Reihe von Besonderheiten auf, sowohl in diagnostischer als auch in therapeutischer Hinsicht. Dies erklärt die insgesamt deutlich schlechtere Prognose im Vergleich zu Stoffwechselgesunden. Was bedeutet dies für das therapeutische Management? Sollten Diabetiker eher operiert oder gestentet werden?
P. Stiefelhagen 2009;9 (3): 38
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Leitliniengemäße Sekundärprävention mit Statinen macht größere Probleme als häufig angenommen. Das zeigte erneut die internationale DYSIS-Studie an über 22 000 Patienten, die Anselm K. Gitt, Ludwigshafen, auf der Jahrestagung des American College of Cardiology (ACC) vorgestellt hat. Im zweiten Teil unseres Kongressberichts konzentrieren wir uns auf Präventionsthemen mit einem Blick in das Revier der Onkologen, bei denen die Herzinsuffizienz auch eine häufig vernachlässigte Rolle spielt.
J. Aumiller 2009;9 (3): 40
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Krebspatienten unter Zytostatika, v. a. Anthrazykline oder Trastuzumab, können als Nebenwirkung eine Herzinsuffizienz entwickeln, sowohl asymptomatische als auch manifeste symptomatische Formen. Geoffrey Yoon von der Stanford University (Palo Alto) plädierte in Orlando deshalb für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Kardiologie und Onkologie, zwei Disziplinen, die sich sonst wenig zu sagen haben.
J. Aumiller 2009;9 (3): 41
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Im Gegensatz zu vielen Erkrankungen des Herzens wird das Syndrom Herzinsuffizienz nach wie vor nur sehr ungenügend verstanden, gestand der Präsident des 75. Deutschen Kardiologenkongresses, Prof. Helmut Drexler, Hannover, Mitte April in Mannheim. Die Therapieergebnisse sind zwar besser geworden, aber immer noch unzureichend, jedenfalls schlechter als für viele Krebskrankheiten heute. Deshalb sprechen die Kardiologen seit Neuestem auch gern von einem malignen Syndrom.
J. Aumiller 2009;9 (3): 6-7
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Die multimodale Therapie der chronischen Volkserkrankung Vorhofflimmern (VHF) stellt eine Herausforderung an den Arzt dar. Wichtigstes Ziel ist die Verhinderung von Thromboembolien. Hierzu ist eine sorgfältige Analyse der thromboembolischen Risikofaktoren notwendig, die regelmäßig wiederholt werden sollte.
P. Schauerte, O. Rada, E. Saygili, K. Mischke 2009;9 (3): 66-72
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Jegliche intrahospitale Verzögerung einer direkten Katheterintervention bei akutem ST-Streckenhebungs-Myokardinfarkt führt zu einer Erhöhung der Mortalität. Die intrahospitalen Prozesse müssen daher so gestaltet werden, dass bis zur Wiedereröffnung des Infarktgefäßes möglichst wenig Zeit vergeht. Das gilt auch für diejenigen Zentren, die das empfohlene 60-Minuten-Door-to-Balloon-Intervall schon erreichen.
P. W. Radke 2009;9 (3): 76
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In einer großen Kohortenstudie wurde untersucht, welchen Einfluss der Verzehr von Rind- und Schweinefleisch auf die Mortalität hat.
A. Wirth 2009;9 (3): 83
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Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Vorwürfe gegen Axel Haverich (Medizinische Hochschule Hannover) im Zusammenhang mit der Nominierung zum Deutschen Zukunftspreis 2008 zurückgewiesen. MHH-Präsident Bitter-Suermann sprach von einer Neid- und Missgunst-Attacke, die nun entlarvt wurde.
J. Aumiller 2009;9 (3): 91
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Editorial zum Schwerpunktheft Kardiologie
H. Schunkert 2009;9 (2): 1
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Nachgefragt bei Prof. Sigmund Silber, München
J. Aumiller 2009;9 (2): 10
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Mit zwei neuen Therapieverfahren konnten beachtliche Langzeitergebnisse bei Bluthochdruckpatienten erzielt werden, die zuvor auf drei bis vier Antihypertensiva nicht angesprochen hatten.
D. Einecke 2009;9 (2): 11
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Neben gesunder Ernährung und regelmäßiger körperlicher Aktivität gehört auch ausreichender Schlaf zu den Maßnahmen, die vor kardiovaskulären Krankheiten schützen. Wer schlecht und wenig schläft, hat höhere Blutdruckwerte, schlechtere Lipidwerte und wiegt mehr als Personen, die eine gewisse Schlafhygiene betreiben.
D. Einecke 2009;9 (2): 11
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Beim Transport eines Herzinfarktpatienten ins Krankenhaus kann der Notarzt mit einer einfachen Maßnahme dazu beitragen, das Infarktareal zu begrenzen – indem er die Blutdruckmanschette ein paar Mal kräftig aufpumpt und damit das Blut im Arm des Patienten staut.
D. Einecke 2009;9 (2): 11
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Frauen mit Herzinsuffizienz werden schlechter behandelt als männliche Patienten – aber nur dann, wenn der Arzt ein Mann ist. Ärztinnen behandeln Männer und Frauen gleich und halten sich generell besser an die Leitlinien – so das Ergebnis einer deutschen Studie unter Leitung der Universität Homburg/Saar.
D. Einecke 2009;9 (2): 12
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Ein Programm zur Gesundheitserziehung in Schulen kann nicht nur das kardiovaskuläre Risiko der Schulkinder verbessern, sondern auch die schulischen Leistungen.
D. Einecke 2009;9 (2): 12
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Wenn die Erde bebt wie jetzt in Italien oder ein Hurrikan eine ganze Stadt unter Wasser setzt wie Kathrina vor drei Jahren in New Orleans, dann steigt die Inzidenz von Herzinfarkten rapide an.
D. Einecke 2009;9 (2): 12
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„Triathlon gefährlicher als Marathon“ lautete eine der Schlagzeilen vom US-Herzkongress. Tatsächlich errechneten Ärzte des Minneapolis Heart Institute ein fast doppelt so hohes Risiko für einen plötzlichen Herztod beim Triathlon (1,5 vs. 0,8 pro 100 000). Sie hatten 2846 Triathlon-Wettkämpfe untersucht. 14 Triathleten waren dabei eines plötzlichen Herztodes gestorben.
D. Einecke 2009;9 (2): 12
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Sie strotzen vor Kraft und Fitness, sie spielen und kämpfen, bis sie eines Tages in der Arena tot umfallen oder auch zu Hause kollabieren: Der plötzliche Herztod bei Sportlern, Profis wie Amateuren, erschreckt nicht nur die Öffentlichkeit, auch die Experten sind herausgefordert und oft ratlos: Was war die Ursache, und vor allem was könnte man prophylaktisch tun? Da meistens genetisch determinierte Ursachen verantwortlich sind und immer mehr „schuldige“ Gene identifiziert werden, erhebt sich die Frage, ob diese Risiken durch Gentests frühzeitig aufzudecken wären.
J. Aumiller 2009;9 (2): 24-28
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Erste Fährten sind gefunden, aber welche konkreten genetischen Ursachen einen Herzinfarkt begünstigen oder auslösen, ist noch unklar. An diesen Fragen arbeiten im Rahmen des Nationalen Genomforschungsnetzes und des europäischen Cardiogenetics auch deutsche Gruppen in Lübeck, München, Ulm und Regensburg. Cardiovasc hat mit Prof. Christian Hengstenberg über die neuesten Entwicklungen, Erfolge und Perspektiven gesprochen.
J. Aumiller 2009;9 (2): 30
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Interdisziplinäre Hochdrucksprechstunde
H. Holzgreve 2009;9 (2): 36-37
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Die Übersicht soll den Zusammenhang von Herzfrequenz und kardiovaskulärer Mortalität/Morbidität darstellen sowie die derzeit möglichen pharmakologischen Optionen zur Herzfrequenzregulation aufzeigen.
H. Bonnemeier 2009;9 (2): 40-44
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Der Zusammenhang zwischen einem persistierenden Foramen ovale und einem Schlaganfall ist komplex und wird derzeit kontrovers diskutiert. Der Nachweis eines PFO bei einem Patienten nach Schlaganfall oder transitorisch ischämischer Attacke, insbesondere wenn andere Ursachen des zerebralen Ereignisses ausgeschlossen wurden, legt ätiologisch eine paradoxe Embolie durch das PFO nahe.
T. Kurz 2009;9 (2): 45-48
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Die American Heart Association hat 2007 die Leitlinien zur Endokarditisprophylaxe im Gefolge zahnärztlicher Eingriffe radikal infrage gestellt. Für die Mehrzahl der Patienten wird nunmehr eine Endokarditisprophylaxe nicht länger empfohlen. Für manche Patientengruppen wird eine Prophylaxe weiterhin für erforderlich gehalten. Das hierzu publizierte deutsche Positionspapier eröffnet die Möglichkeit einer individuellen Vereinbarung zwischen betroffenen Patienten und behandelndem Arzt, was sich insbesondere für Patienten, die seit vielen Jahren eine Endokarditisprophylaxe betreiben, als hilfreich erwiesen hat.
C. Piper et al. 2009;9 (2): 49-52
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Eine effektive gerinnungsaktive Therapie stellt die entscheidende medikamentöse Komponente in der Therapie des akuten Koronarsyndroms dar. In diesem Übersichtsartikel werden differenzierte antithrombozytäre und antithrombotische Konzepte vorgestellt und vor dem Hintergrund einer effektiven Risikoreduktion ischämischer Ereignisse sowie dem Risiko von Blutungskomplikationen leitlinienkonform diskutiert.
P. W. Radke 2009;9 (2): 53-57
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Wir haben 150 anorektische Patientinnen echokardiografisch untersucht. In 35% der Fälle war ein Perikarderguss nachweisbar. Die beste Darstellung gelingt von subKostal/subxiphoidal in Rückenlage.
M. Waldhubel, W. Wünsch-Leiteritz, A. Leiteritz 2009;9 (2): 59-61
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Ganz vordergründig waren auf der ACC-Tagung in Orlando/Florida die ersten Folgen der globalen Rezession zu spüren, die Teilnehmerzahl war auffällig geschrumpft. Die Fachgesellschaft nutzte die Krise zu wesentlichen Neuerungen, vor allem im Umgang mit der Pharma- und Geräteindustrie. Außerdem rief der neue Präsident Alfred Bove „das Jahr des Patienten“ aus, um so Akzente in der anstehenden Gesundheitsreform zu setzen. Nicht zuletzt gab es eine Reihe von wichtigen Studien. Im ersten Teil unserer Berichterstattung: die Fortschritte der Präventivkardiologie.
J. Aumiller 2009;9 (2): 6-7
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Die Bestimmung des koronaren Kalziumgehalts ermöglicht eine bessere Abschätzung des Herz-Kreislauf-Risikos als die klassischen Risikofaktoren. Das ist die Kernbotschaft der im Großraum Essen durchgeführten Heinz Nixdorf Recall Studie (The Heinz Nixdorf Risk Factors Evaluation of Coronary Calcium and Lifestyle), einer von der Fachwelt mit großer Spannung erwarteten Präventionsstudie auf der ACC-Tagung.
J. Aumiller 2009;9 (2): 7-8
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Viele Patienten kommen mit Antikoagulanzien nicht zurecht, ihr Schlaganfallrisiko aber steigt dramatisch, wenn sie darauf verzichten oder nicht sorgfältig genug dosieren. In der ACTIVE-A-Studie wurden solche Patienten (n = 7554) mit ASS allein oder mit Clopidogrel plus ASS behandelt. Die Kombination erwies sich bei Hochrisikopatienten mit Vorhofflimmern (VF) als Alternative zu Marcumar.
J. Aumiller 2009;9 (2): 8
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Mit der SYNTAX-Studie hat sich die Gemengelage im Streit um die bessere Koronar intervention schlagartig geändert. Bei der Hauptstammstenose mit gleichzeitiger 3-Gefäß-Erkrankung, die von besonnenen Kardiologen ohnehin regelhaft zum Chirurgen überwiesen und nicht selbst experimentierend dilatiert wurde, hat die Herzchirurgie nun die besseren Argumente und Daten.
J. Aumiller 2009;9 (1): 10
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Die Entwicklung des implantierbaren Cardioverter-Defibrillators hat die Behandlungsmöglichkeiten maligner, tachykarder Herzrhythmusstörungen wesentlich verbessert und somit auch das Risiko für den plötzlichen Herztod signifikant gesenkt. Die aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie empfehlen die Implantation eines ICD nicht nur nach einem überlebten rhythmogenen Ereignis, sondern auch bei gefährdeten Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz zur Primärprophylaxe des akuten Herztodes.
P. Stiefelhagen 2009;9 (1): 11-12
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Von den ca. drei Millionen Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie in Europa erweisen sich 40 bis 50% als viruspositiv. Ihre Mortalität ist hoch, sie liegt bei 10% pro Jahr trotz symptomatischer Therapie. Zur Diagnose ist die Myokardbiopsie unerlässlich. In „erfahrenen Händen“, so Prof. Heinz-Peter Schultheiss, Berlin, sei die Biopsie jedoch risikoarm. Liegt eine chronische virale Kardiomyopathie vor, könnte die antivirale Behandlung mit Betainterferon weiterhelfen, der Einsatz von Immunsuppressiva wäre in diesen Fällen bestenfalls nutzlos, wenn nicht sogar riskant.
J. Aumiller 2009;9 (1): 12
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Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie setzt auf die Chest Pain Units zur nachhaltigen Verbesserung der Infarktversorgung. Mit Unterstützung einer Expertenkommission unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Münzel, Mainz, wurden strenge Kriterien für eine CPU festgelegt und veröffentlicht.
J. Aumiller 2009;9 (1): 14-16
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Der Traum vom unverwüstlichen Ersatzmotor nährt die weltweiten Anstrengungen um ein Kunstherz total, jenseits aller Überbrückungshilfen. Beflügelt werden diese Projekte durch den eklatanten Mangel an Spenderorganen. Experten aus Aachen und Bad Oeynhausen haben nun eine Kunstherz-Neuentwicklung vorgestellt, die tatsächlich vollständig implantiert werden kann, einschließlich Antrieb. „ReinHeart“ hat bisher allerdings erst den Kreislauf eines Kalbes in Schwung gehalten.
J. Aumiller 2009;9 (1): 22-24
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Eine Premiere mit Fortüne: Zwölf Katheterlabors aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sendeten am 4. und 5. Dezember in den Hörsaal der BMW-Welt in München – erstmals nicht über Standleitungen der Bundespost, sondern live via Internet (DSL-Breitband), und zwar für alle verständlich in deutscher Sprache. So konnten über 650 Kollegen im wahrsten Sinne des Wortes einen Intensiv-Workshop erleben. Dabei lief zwar 2009;9 (1): 6-8
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Auftakt für die sieben Themenblöcke der Tagung 'P-C-I-Live' war ein besonders heikles Problem: Die Einschätzung von intermediären Läsionen, jenem Graubereich, in dem es zu entscheiden gilt, ob eine Intervention nötig oder eben noch nicht angebracht ist.
J. Aumiller 2009;9 (1): 8-9
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Die Ankündigung eines Nationalen Herzforschungszentrums war der Knaller der 75. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie. Auf das Konto von DGK-Chef Gerd Heusch geht außerdem der Plan eines flächendeckenden Netzes sog. Chest Pain Units; fünf solcher Einrichtungen haben mittlerweile das Zertifikat der DGK erhalten.
J. Aumiller (2009)
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