Kardiologie
Die Spätthrombosen unter den DES haben zweifellos eine heilsame Unruhe ausgelöst. Zum einen erheben die Interventionalisten unisono die Forderung, die antithrombotische Therapie nach der Stentimplantation in der niedergelassenen Praxis nicht leichtfertig abzusetzen. Zum anderen erhielten die Erfinder Auftrieb: Derzeit werden zahlreiche neue Konzepte vorgeschlagen oder schon geprüft, die weniger komplikationsträchtig erscheinen.
Dr. Jochen Aumiller 2006;6 (8): 10
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Alle schlucken sie, verkauft werden sie von Apothekern, Drogisten und Discountern, aber die Beweise für ihre Wirkung lassen sehr zu wünschen übrig. Die Rede ist von Antioxidanzien und B-Vitaminen inklusive Folsäure. Trotz mangelhafter Datenlage stehen diese Substanzen in vielen Ländern hoch im Kurs. In den USA hatte man sich entschlossen, noch mal eine große Studie aufzulegen. Vielleicht fehlte ja den früheren Studien nur die statistische Power oder der Zufall hat die Ergebnisse bestimmt.
Dr. Jochen Aumiller 2006;6 (8): 12-13
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Trotz aller Unklarheiten brauchen Rheumapatienten schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente. Welche Konsequenzen soll man in der Praxis ziehen?
Dr. Jochen Aumiller 2006;6 (8): 13
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Die Herzrhythmusstörungen waren Leitthema des diesjährigen Herzmonats der Deutschen Herzstiftung. Eine kurze Übersicht über den heutigen Kenntnisstand, wobei die elektrischen Therapieformen wie die Kardioversion, die Implantation von Defis und die Katheterablation aus Platzgründen ausgespart bleiben müssen.
Dr. Jochen Aumiller 2006;6 (8): 20-22
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Für eine erfolgreiche Anfallstherapie ist entscheidend, dass das Vorhofflimmern für den Patienten spürbare Symptome wie Herzklopfen, Schwäche, evtl. Schwindel und Leistungsminderung verursacht und dass das betreffende Medikament in der gewählten Dosierung bei dem Patienten tatsächlich wirksam ist.
Dr. Jochen Aumiller 2006;6 (8): 21
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Seit 20 Jahren nervten ihn Rhythmusstörungen und bald war ihm klar, dass er an paroxysmalem Vorhofflimmern litt. "Mir ging es nicht anders als meinen Patienten. Zuerst glaubte ich an ein einmaliges oder ganz seltenes Ereignis, dann an vermeidbare Auslöser der Anfälle und daraus folgende Vermeidungsstrategien. Was zunächst zu helfen schien, war aber auf längere Sicht unwirksam."
Dr. Jochen Aumiller 2006;6 (8): 24
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Bringt die Stammzellinfusion nach Herzinfarkt tatsächlich einen therapeutischen Nutzen? Die REPAIR-AMI-Studie aus Frankfurt sagt ja, die ähnlich angelegte ASTAMI-Studie aus Norwegen nein. Das hat aber die Frankfurter Pioniere nicht erschüttert. Sie glauben zu wissen, weshalb bei den Skandinaviern nichts herauskam. Jedenfalls sieht sich die Truppe um Prof. Andreas Zeiher bestärkt, eine große Studie zur regenerativen Therapie des Herzinfarkts aufzulegen. In Kürze soll sie beginnen und über 1200 Herzinfarktpatienten einschließen.
Dr. Jochen Aumiller 2006;6 (8): 25-26
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Nach langem Tauziehen ist nun die Nationale Versorgungsleitlinie (NVL) "Chronische KHK" erschienen, ein Gemeinschaftswerk der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in Kooperation mit allen betroffenen Fachgesellschaften und Verbänden. Die Verbindlichkeit dieser Leitlinie geht schon daraus hervor, dass sie auszugsweise unter "Bekanntmachungen" im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht wurde - mit einem "Haltbarkeitsdatum": Sie ist bis maximal 31. Mai 2008 gültig.
Dr. Jochen Aumiller 2006;6 (8): 27-28
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Eine Win-Win-Situation für Patienten und Ärzte: Ab 45 Jahren können sich die Mitglieder der Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) auf ihr Herz-Kreislauf-Risiko untersuchen lassen. Sie kommen in den Genuss modernster Imagingtechniken, die üblicherweise von den Krankenkassen nicht bezahlt werden, und können auch noch auf einen medikamentenbeschichteten Stent hoffen, falls sie eine stenosierende KHK entwickeln.
Dr. Jochen Aumiller 2006;6 (8): 30-31
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Bericht von den American Heart Association, Scientific Sessions 2006 in Chicago
Dr. Jochen Aumiller 2006;6 (8): 8-9
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Auch die Stents, die zur Behebung von Karotisstenosen implantiert werden, machen zunehmend von sich reden. Allerdings auch anders, als man es von den Protagonisten zu hören gewohnt ist.
Jochen Aumiller 2006;6 (7): 10
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Auf den Hotline-Sessions der großen Kardiologenkongresse gibt es abwechselnd fröhliche und lange Gesichter, bleiben doch die Ergebnisse der Studien bis zur Präsentation in der Regel geheim. Enttäuschung verbreitete diesmal TROICA, eine Studie an 1300 Patienten, die nach Herzstillstand wiederbelebt wurden. Die Hoffnung, durch Tenecteplase die Überlebensquoten zu steigern, erfüllte sich nicht. Klinischen Nutzen versprechen dagegen PEP-CHF und JIKEI-HEART; in beiden Studien ging es um Angiotensin-IIBlockade, zum einen bei diastolischer Herzinsuffizienz älterer Patienten, zum anderen um kardiovaskuläre Ereignisse unter antihypertensiver Therapie. 2006;6 (7): 12-14
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Kurz berichtet vom Weltkongress der Kardiologen in Barcelona
Jochen Aumiller 2006;6 (7): 16
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Eine Sisyphusarbeit: 1500 Verbesserungsvorschläge sind diskutiert und teilweise eingearbeitet worden, aber im Dezember soll das große Pionierwerk der Diabetologen und Kardiologen fertig sein. In großen Teilen wurden die gemeinsamen Empfehlungen in Kopenhagen bereits vorgestellt. Hier einige Highlights.
Jochen Aumiller 2006;6 (7): 22-23
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Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) appellierte auf ihrer Herbsttagung in Nürnberg an die zuständigen Politiker, auch in Deutschland flächendeckende Rauchverbote ein zuführen. "Als Mediziner, die täglich mit den krank machenden Folgen des Rauchens konfrontiert sind, sind wir besorgt darüber, dass der deutsche Gesetzgeber als einer der letzten in Europa die Bevölkerung nicht vor den Gefahren des Passivrauchens schützt", sagte Prof. Helmut Gohlke, Bad Krozingen, federführender Autor eines Briefs an die Bundeskanzlerin.
Jochen Aumiller 2006;6 (7): 26-27
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Bruckenbergers Herzbericht 2005 enthält wieder einige Überraschungen. Erstmals gibt es statistische Hinweise, dass die Krankheitskosten bei einigen häufigen Herzkrankheiten sinken, ebenso die Zahl der stationär behandelten Patienten und die Mortalität. Unverändert bleibt freilich die Ausweitung der diagnostischen Leistungen, während sich die Operationstätigkeit auf hohem Niveau stabilisiert hat.
Jochen Aumiller 2006;6 (7): 28-30
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Der Morbus Fabry ist eine lysosomale Speichererkrankung, die klinisch durch kardiale Beteiligung mit Herzinsuffizienz und Herzrhythmusstörungen, eine renale Beteiligung bis hin zur terminalen Niereninsuffizienz und eine neurologische Beteiligung mit TIA oder Schlaganfall charakterisiert ist.
F. Breunig, J. Müller, A. Eggert, F. Weidemann, J. Strotmann, C. Wanner 2006;6 (7): 36-38
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Bericht vom Weltkongress für Kardiologie in Barcelona, 2.-6. September 2006
Dr. med. Jochen Aumiller 2006;6 (7): 8-10
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Interview mit Dr. med. Christoph A. Kaiser, Basel
Dr. Jochen Aumiller 2006;6 (7): 9
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Editorial zum Schwerpunkt Stammzellen
Georg Nickenig 2006;6 (6): 1
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Die revidierte gemeinsame Leitlinie der amerikanischen kardiologischen Fachgesellschaften enthält wesentliche Änderungen. Erstmals taucht im Rahmen der Empfehlungen für die kardiovaskuläre Sekundarprävention die Grippeschutzimpfung auf. Ferner sollten alle Patienten mit KHK und anderen atherosklerotischen Gefäßerkrankungen ein LDL-Cholesterin unter 100 mg/dl erreichen. ACE-Hemmer sollten alle Patienten mit einer Auswurffraktion <= 40 % bekommen, auch Patienten mit Hypertonie, Diabetes oder chronischer Nierenerkrankung. Und nicht zu vergessen die körperliche Aktivität: wenigstens fünfmal pro Woche 30 Minuten spazieren gehen.
Dr. Jochen Aumiller 2006;6 (6): 18-20
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Beim akuten Myokardinfarkt geht kontraktiles Myokardgewebe verloren. Durch nachfolgende Umbauprozesse im Herzen (Remodeling) entsteht schließlich die klinische Manifestation einer Herzinsuffizienz mit erhöhter Morbidität und Mortalität. Neben einer optimierten akuten Reperfusionstherapie und medikamentösen Postinfarkttherapie kann durch die Verbesserung der Durchblutung mittels Gefäßneubildung sowie Regeneration von Herzmuskelzellen im Bereich des Infarkts das Remodeling vermindert oder sogar aufgehoben werden.
Birgit Assmus, Andreas M. Zeiher 2006;6 (6): 26-29
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CME-Fragebogen, auf www.CME-Punkt.de verfügbar
Martin Breitbach, Philipp Sasse, Daniela Wenzel, Bernd K. Fleischmann, Birgit Assmus, Andreas M. Zeiher 2006;6 (6): 30
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Patienten nach Myokardinfarkt haben ein hohes Risiko für den plötzlichen Herztod (PHT). Bislang basiert die Selektion für die kostenintensive Therapie mit implantierbaren Defibrillatoren (ICDs) im Wesentlichen auf der linksventrikulären Pumpfunktion, die sich allerdings hinsichtlich der Prädiktion maligner ventrikulärer Herzrhythmusstörungen als unspezifisch herausgestellt hat. Die Identifikation von Hochrisikopatienten für den PHT kann durch einen neuen Parameter des autonomen Nervensystems verbessert werden: die „Dezelerationskapazität“.
Hendrik Bonnemeier 2006;6 (6): 48-49
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Die Zunahme des Anteils älterer Menschen stellt die Gesundheitssysteme vor riesige Herausforderungen. Erstmals präsentierten die Präsidenten der European Society of Cardiology (ESC) und der World Heart Federation (WHF) auf ihrer gemeinsamen Tagung in Barcelona Zahlen, was die kardiovaskulären Erkrankungen kosten werden, worauf wir uns einzustellen haben und mit welchen Projekten versucht wird, die Prävention der Todesursache Nummer eins populärer zu gestalten.
Dr. Jochen Aumiller 2006;6 (6): 8
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Damit hat niemand gerechnet: Die Pharmaka freisetzenden Stents (Drug-Eluting Stents, DES) haben spätestens auf dem Weltkongress für Kardiologie Anfang September in Barcelona ihre Unschuld verloren. Und die Stentologen müssen sich künftig Fragen gefallen lassen, die sie nur schwer beantworten können.
Dr. Jochen Aumiller 2006;6 (6): 9
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Bei der Mehrzahl der Patienten mit chronischem Vorhofflimmern kann der Sinusrhythmus durch eine zirkumferentielle Pulmonalvenenablation langfristig wiederhergestellt werden.
Priv.-Doz. Dr. med. Carsten Tschöpe 2006;6 (5): 44
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Sowohl in der Primärprävention bei Hochrisikopatienten (HOPE-2-Studie) als auch in der Sekundärprävention nach Herzinfarkt (NORVIT-Studie) hat die Gabe von Folat keinen Nutzen.
Priv.-Doz. Dr. med. Carsten Tschöpe 2006;6 (5): 46
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Nachlese von der 72. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim
Dr. med. Jochen Aumiller 2006;6 (4): 14-15
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Interview mit Prof. Albert Schömig, München
Dr. med. Jochen Aumiller 2006;6 (4): 15
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Streiflichter vom 72. Deutschen Kardiologenkongress in Mannheim
Dr. med. Jochen Aumiller 2006;6 (4): 20-22
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Bei einem akuten Myokardinfarkt unterscheidet sich das Symptomenspektrum von Patienten mit und ohne Nierenerkrankung: Nierenkranke klagen häufiger über Atemnot und seltener über Angina pectoris als Nierengesunde.
Prof. Dr. med. Heinrich Holzgreve 2006;6 (4): 51
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Nach Schweden hat nun auch Deutschland seinen eigenen Herz-SCORE, abgeleitet von einem Computerprogramm, das die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) schon vor Jahresfrist vorgestellt hatte und jetzt 'nationalisiert' wird. Dabei wird die Risikosituation der einzelnen europäischen Nationen spezifiziert.
Dr. Jochen Aumiller 2006;6 (3): 10
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Mit allen möglichen technischen Tricks versucht derzeit eine kleine Gruppe von interventionellen Kardiologen, perkutan Aortenklappen zu implantieren. Und nicht nur das - auch an die Korrektur von insuffizienten Mitralklappen wagen sie sich mit Spangenkonstruktionen, die in den Sinus coronarius geschoben werden. Herzchirurgen schütteln darüber den Kopf und warnen vor allzu viel Katheterkühnheit. Die Herzchirurgen selbst sind dabei, neue Wege für einen risikoärmeren Klappenersatz zu erkunden, etwa durch Eröffnen der Herzspitze (transapikaler Zugang) und antegrade Platzierung der Aortenklappe.
Dr. med. Jochen Aumiller 2006;6 (3): 12-14
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Im Gespräch mit Cardiovasc erläutert der Heidelberger Herzchirurg Prof. Siegfried Hagl, wie er die in Mannheim präsentierten Daten zum interventionellen Klappenersatz beurteilt.
Dr. Jochen Aumiller 2006;6 (3): 14-16
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Die Herzinsuffizienz stimuliert zunehmende Forschungsaktivitäten, von der Diagnostik über die Therapie bis zur Nachbehandlung, heute 'Herzinsuffizienz-Management-Programm' genannt. Und viele der im letzten Jahr publizierten neuen Erkenntnisse sind praxisrelevant, wie Prof. Helmut Drexler zeigte.
Dr. med. Jochen Aumiller 2006;6 (3): 16-18
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Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich 'Update'- oder 'Refresher'-Tagungen, in denen das Neueste aus dem letzten Jahr serviert wird. Wenn dies von ebenso kompetenten wie kritischen Experten geschieht, kann daraus ein Ereignis werden, wie die Professoren Helmut Drexler, Hannover, und Heinz-Peter Schultheiss, Berlin, Mitte Februar 2006 in Wiesbaden mit ihrem ersten KardioUpdate belegten.
Dr. Jochen Aumiller 2006;6 (3): 17
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Pro & Kontra-Diskussion um die Notwendigkeit des Begriffs
Prof. Andreas F. H. Pfeiffer, Prof. Michael Stumvoll 2006;6 (3): 24-25
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Der Begriff „metabolisches Syndrom“ setzt sich in Deutschland immer mehr durch. Viele und komplexe Definitionen erschweren jedoch den klinischen Umgang mit dieser Krankheitsentität. Auch die zugrunde liegende Pathophysiologie ist komplex und erfordert zum Verständnis eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Wer jedoch die Inhalte verinnerlicht hat, wird bei seiner klinischen Arbeit davon profitieren und Patienten mit diesem Syndrom effektiver therapieren können.
Prof. Dr. med. Alfred Wirth 2006;6 (3): 26-29
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CME-Fragen zum Heftschwerpunkt
Alfred Wirth 2006;6 (3): 30
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Das Gesundheitsrisiko bei Adipositas hängt entscheidend vom Fettverteilungsmuster ab. Dabei ist die Vergrößerung der viszeralen Fettdepots eng mit den metabolischen und kardiovaskulären Komplikationen assoziiert. Neuere Studien zeigen, dass viszerale Fettzellen wesentlich stoffwechselaktiver sind als subkutane. Das viszerale Fettgewebe weist zudem ein deutlich ungünstigeres Sekretionsmuster von Adipokinen auf als das subkutane. Vor allem eine gesteigerte Freisetzung proinflammatorisch wirksamer Adipokine ist wahrscheinlich für die begleitende Insulinresistenz verantwortlich. Jede Gewichtsabnahme führt - unabhängig von der Methode - zu einer bevorzugten Mobilisierung der viszeralen Fettdepots und damit zur Besserung des Risikoprofils.
Prof. Dr. Hans Hauner 2006;6 (3): 32-34
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Das metabolische Syndrom (MetS) muss nicht nur als Stoffwechsel-, sondern vielmehr auch als Gefäßerkrankung verstanden werden. Dabei ist das Erkrankungsgeschehen dynamisch und erfordert präventiv, akut und post-interventionell unterschiedliche Therapie- und Interventionsstrategien.
Univ.-Prof. Dr. med. D. Tschöpe 2006;6 (3): 35-38
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CME-Fragen zum Heftschwerpunkt
Hans Hauner, Diethelm Tschöpe 2006;6 (3): 39
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Übergewicht führt zu Hypertonie und beide sind Risikofaktoren für die Diabetesentstehung. Dabei spielt die Aktivierung des Renin-Angiotensin-Systems (RAS) eine wichtige Rolle. Gezielte antihypertensive Therapie mit ACE-Hemmern und Angiotensin-Rezeptorblockern kann die Diabetesinzidenz senken und Spätschäden verhindern.
Prof. Dr. Vera Regitz-Zagrosek 2006;6 (3): 40-43
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Bericht von der 72. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK), Mannheim, 20.-22. April 2006
Dr. med. Jochen Aumiller 2006;6 (3): 8-10
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Prof. Rainer Düsing von der Medizinischen Poliklinik am Universitätsklinikum Bonn kommentiert die Ergebnisse der TROPHY-Studie (Trial of Preventing Hypertension)
Prof. Rainer Düsing 2006;6 (2): 12-14
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Die endgültigen Daten von ASSENT-4 (Assessment of the Safety and Efficacy of a New Treatment Strategy with Percutaneous Coronary Intervention) sorgen unter interventionellen Kardiologen für Diskussionen. Ver glichen wurden die Ergebnisse der direkten PCI mit dem Kombinationskonzept aus Lyse und anschließender PCI. Der deutsche Studienleiter Priv.-Doz. Dr. med. Uwe Zeymer vom Herzzentrum Ludwigshafen erläutert, wie diese komplexe Studie (24 Länder, 80 Patienten aus Deutschland) zu interpretieren ist.
Dr. med. Jochen Aumiller 2006;6 (2): 16-17
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Die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist nach der dilatativen Kardiomyopathie die zweithäufigste Kardiomyopathieform. Für die Diagnose der Erkrankung ist die Echokardiographie derzeit der Goldstandard. Symptomatische Patienten mit HCM oder hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie werden primär konservativ mit Medikamenten behandelt. Besteht ein Risiko für den plötzlichen Herztod, kommt ein implantierbarer Kardioverter-Defibrillator in Betracht.
Jeanette Erdmann, Andrea Hafer, Wittich von Tenspolde, Priska Binner, Thomas Scheffold 2006;6 (2): 32-35
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Primär elektrische Herzerkrankungen sind eine wesentliche plötzliche Todesursache bei anderweitig und herzstrukturell gesunden Personen, insbesondere unterhalb des 40. Lebensjahres. Bei den meisten Erkrankungen ist eine molekulargenetische Diagnostik möglich, die aufgrund der genetischen Vielfalt aufwendig ist. Die Kenntnis der Gene und einzelner Mutanten haben einerseits wichtige Erkenntnisse in der myozellulären Elektrophysiologie hervorgebracht, andererseits aber auch zu einer ungeahnten Komplexität geführt. Es ist zu vermuten, dass auch in Zukunft weitere, neue Syndrome und Gene entdeckt werden.
Priv.-Doz. Dr. med. Eric Schulze-Bahr 2006;6 (2): 36-40
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Durch deutliche Fortschritte in der operativen Therapie erreichen immer mehr Patienten mit angeborenen Herzfehlern das Erwachsenenalter. Die Betroffenen bedürfen meist lebenslang kardiologischer Betreuung, daneben kann in Anbetracht der komplexen Genetik angeborener Herzfehler insbesondere bei Kinderwunsch auch eine humangenetische Beratung ratsam sein. Trotz dieser zunehmenden Bedeutung im klinischen Alltag ist über die Ätiologie angeborener Herzfehler immer noch relativ wenig bekannt.
Wolfgang Lieb, Jeanette Erdmann, Gabriele Gillessen-Kaesbach, Björn Mayer 2006;6 (2): 41-45
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Aufgrund der hohen Prävalenz der koronaren Herzkrankheit (KHK) und des Herzinfarkts lassen sich in den Anamnesegesprächen oft familiäre Häufungen eruieren. Für die Risikostratifizierung ist es hierbei entscheidend, zwischen sporadischen Fällen und solchen mit "echter" familiärer Häufung zu unterscheiden.
Björn Mayer, Jeanette Erdmann, Christian Hengstenberg 2006;6 (2): 46-49
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Reinhold Kreutz 2006;6 (2): 50-54
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Schon eine leichte Nierenfunktionsstörung erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt bei sonst anscheinend gesunden älteren Personen erheblich.
Heinrich Holzgreve 2006;6 (2): 62
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Reichlicher Konsum von Vollkornprodukten, Kleie (Frühstücksflocken) sowie Ballaststoffen steht in Zusammenhang mit einer niedrigeren Konzentration von Entzündungsmarkern im Blut.
Gunilla Erdmann 2006;6 (2): 64
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Die hohe Anzahl von Gefäßereignissen gerade bei betagten Patienten erfordert zukünftig eine besondere präventive Strategie. Auch ältere Patienten müssen optimal therapiert werden (Blutdruck, Blutfette, Einsatz von Thrombozytenfunktionshemmern).
Nicolas Diehm 2006;6 (2): 64
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Aktueller Bericht von der Jahrestagung des American College of Cardiology Atlanta, 11.-14. März 2006
Dr. med. Jochen Aumiller 2006;6 (2): 8-12
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Die 2005er-Jahrestagungen der European Society of Cardiology (ESC) in Stockholm („Women at Heart“) und der Deutschen Gesellschaft für Angiologie in Berlin haben sich schwerpunktmäßig der geschlechtsspezifischen Unterschiede zwischen Mann und Frau angenommen. Eine Zusammen fassung aus beiden Kongressen von Prof. Curt Diehm, Karlsbad-Langensteinbach.
Prof. Dr. med. Curt Diehm 2006;6 (1): 12-15
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Neben der evidenzbasierten Medizin existiert noch eine medizinische Parallelwelt, getragen von Glaube, Hoffnung und Liebe, aber nicht von überzeugenden Studien. Dies gilt nicht nur in der Onkologie, wo häufig nach dem letzten Strohhalm gegriffen wird, sondern auch in der Kardiologie, wie Dr. Beth Abramson vom Kardiologischen Präventionszentrum in Toronto/Kanada ausführte.
Dr. Jochen Aumiller 2006;6 (1): 15-16
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Die pragmatischen Amerikaner hatten als Heilmittel für ihr insuffizientes Versorgungssystem die Leitlinien erfunden. Die Europäer folgten mit der evidenzbasierten Medizin, in der es auch in erster Linie darum geht, durch randomisierte Studien erworbenes Wissen nicht nur in die Lehrbücher zu schreiben, sondern in der praktischen Medizin umzusetzen. Der Aufwand scheint sich zu lohnen.
Dr. Jochen Aumiller 2006;6 (1): 18-19
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Ein 79-jähriger männlicher Patient wurde mit einem akuten posterolateralen Myokardinfarkt stationär aufgenommen. Vorbekannt waren u. a. eine koronare 3-Gefäß-Erkrankung mit Zustand nach einer koronaren Bypassoperation vor 15 Jahren, eine schwere chronisch obstruktive Lungenerkrankung sowie ein zentrales und obstruktives Schlafapnoesyndrom mit langjähriger BiPAP-Beatmung.
Dirk Bastian, Michael Schmidt, Sebastian Helbig, Ralf Zahn 2006;6 (1): 45
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Die INTERHEART-Studie konnte überzeugend darlegen, dass das Verhältnis Taillen- zu Hüftumfang („waist-to-hip ratio“ = WHR) das Herzinfarktrisiko besser anzeigt als der Body-Mass-Index (BMI).
Prof. Dr. med. Alfred Wirth, Bad Rothenfelde 2006;6 (1): 48
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Die letzte Meldung der American Heart Association (AHA) im zu Ende gehenden Jahr ist immer die gehaltvollste: Die Herzgesellschaft teilt darin die „Top Ten“ mit, die spektakulärsten Forschungsergebnisse auf dem kardiovaskulären Gebiet des Jahres. Auf die Nummer 1 brachte es die REPAIRAMI-Studie aus Deutschland, ein viel gefeierter Beleg für die Wirksamkeit der Stammzelltherapie nach Myokardinfarkt.
Dr. med. Jochen Aumiller 2006;6 (1): 6-10
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