Hypertensiologie
Kalziumantagonisten verhindern Schlaganfälle vermutlich deshalb besser als andere Antihypertensiva, weil sie interindividuelle Blutdruckschwankungen besser abschwächen.
H. Holzgreve 2010;10 (3): 59
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Wegen einer renalen Hypertonie wird der 59-jährige Patient bereits seit einigen Jahren ambulant betreut. Grundleiden sind rezidivierende Pyelonephritiden bei neurogener Blasenentleerungsstörung. Es besteht eine Schrumpfniere links. Die Serum-Kreatinin-Werte lagen in den vergangenen Jahren zwischen 2,3 und 3,0 mg/dl. Der Blutdruck erreichte initial Werte bis zu 184/112 mmHg. Die Therapie der Nierenerkrankung besteht in regelmäßiger Kontrolle und, falls erforderlich, der Therapie von Harnweginfektionen. Der Patient führt selbst die Einmalkatheterisierung regelmäßig durch. Die Hypertonie ist seit längerem mit Candesartan 16 mg und Amlodipin 10 mg eingestellt. Die Blutdruckwerte lagen in den vergangenen Jahren zwischen 122/80 und 140/88 mmHg. Aktuell stellt sich der Patient wegen Schwindelgefühl und Kollapsneigung vor.
W. Zidek 2010;10 (2): 34
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Unbehandelt führt eine dauerhafte Erhöhung des arteriellen Blutdrucks zu schwerwiegenden Komplikationen an Gefäßen und Organen. Wichtigstes Ziel der antihypertensiven Therapie ist somit die Reduktion der kardiovaskulären Mortalität sowie die Primär- und Sekundärprävention von hypertensiv bedingten Organschäden.
J. Weil 2010;10 (2): 53-56
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Die ACCOMPLISH-Studie lieferte ein wichtiges Argument für die Kombination von ACE-Hemmer und Kalziumantagonist in der primären Behandlung der Hypertonie. Die vorliegende Arbeit analysierte die Wirkung der beiden Kombinationen auf die Progression von Nierenerkrankungen.
W. Zidek 2010;10 (2): 76
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Interdisziplinäre Hochdrucksprechstunde
W. Zidek 2010;10 (1): 32
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Eine resistente Hypertonie liegt vor, wenn der Zielblutdruck trotz Einnahme einer antihypertensiven Dreifachkombination in adäquater Dosierung unter Einschluss eines Diuretikums nicht erreicht wird. Viel häufiger ist eine Pseudoresistenz, z. B. durch Compliance-Mängel, bzw. eine unkontrollierte Hypertonie ohne Ausschöpfung der therapeutischen Möglichkeiten.
W. Zidek 2010;10 (1): 34-36
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Therapieresistenz ist eine häufige und schwierige Komplikation in der antihypertensiven Therapie. Deshalb bedarf es dringend einer effektiven therapeutischen Weiterentwicklung.
J. Hoyer 2010;10 (1): 37-38
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Diuretika sind weiterhin Standardpräparate in der Hypertonietherapie. Hydrochlorothiazid (HCT) ist das meistverschriebene Diuretikum. Dennoch mangelt es an validen Daten für HCT in der Hochdruckbehandlung.
M. van der Giet 2010;10 (1): 39-40
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Die retroperitoneale Fibrose zählt zu den vaskulären Kollagenosen. Die seltene Erkrankung unklarer Ätiologie führt zu einer chronisch unspezifischen Entzündung des Retroperitonealraums mit konsekutivem fibrotischem Umbau. Im Krankheitsverlauf kann es zu einer Ummauerung und/oder Kompression vorhandener Leitungsstrukturen kommen.
W. Weiss, M. Tölle 2010;10 (1): 41-44
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Bisher wurde angenommen, dass einzelne Nierenzysten keine klinische Relevanz haben, eine Therapie wird kaum in Betracht gezogen. Die Arbeit von Zerem et al. könnte den Blick für mögliche Ausnahmen vom Routinevorgehen wieder etwas schärfen.
W. Zidek 2010;10 (1): 51
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Keine Kontrollmessung, keine adäquate Intensivierung der Therapie, keine Überweisung zum Spezialisten und kein zeitnaher Kontrolltermin: Bei Patienten, bei denen ein deutlich erhöhter Blutdruck gemessen wurde, läuft noch immer viel falsch.
H. Holzgreve 2010;10 (1): 54
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