Hypertensiologie

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Pro & Kontra: Wer ist der ideale Partner für den ACE-Hemmer?

Höchstens bei der Hälfte aller Hypertoniker gelingt es, mit nur einem Medikament den Blutdruck zu normalisieren. Pathophysiologisch sinnvolle Kombinationen, aus Compliance-Gründen am besten per Fixkombination verabreicht, sind zu 75% bis 80% erfolgreich. Bei den häufig verordneten ACE-Hemmern stellt sich die Wahl nach dem idealen Kombinationspartner: Ist es der Kalziumantagonist oder eher das Diuretikum? 2002;2 (Sonderheft_1): 8
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Kontroverse: Kalziumantagonisten bei Hypertonie

Alljährlich sind die „akademischen Streitgespräche“ ein Höhepunkt der wissenschaftlichen Jahrestagungen der Deutschen Hochdruckliga. Diesmal diskutierten P. Trenkwalder, Starnberg, als „Pro“-Anwalt und W. Motz, Karlsburg, als Kontrahent über das Thema: „Haben Kalziumantagonisten noch einen sicheren Stellenwert in der antihypertensiven Therapie?“ Die Zuhörer geben vor und nach dem Streitgespräch ihre Meinung ab, sodass durch Trendänderungen der „Sieger“ der Diskussion ermittelt werden kann. Prof. Dr. med. H. Holzgreve 2002;2 (6): 50-51
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Kalziumantagonisten und das sympathische Nervensystem: Keine Gegenregulation in der Langzeittherapie?

Kalziumkanalblocker verursachen in der Langzeittherapie der Hypertonie keine Aktivierung des sympathischen Nervensystems, so das Ergebnis einer in „Hypertesion“ publizierten Studie. Wegen der geringen Patientenzahlen ist es aber für eine endgültige Entwarnung noch zu früh. Prof. Dr. med. Peter Dominiak, Lübeck 2002;2 (5): 39
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Genetische Variante des amiloridsensitiven Natriumkanals: Hochdruckrisiko steigt

In Familien von Patienten mit essenzieller Hypertonie findet man häufig eine vermehrte Kochsalzempfindlichkeit des Blutdrucks. Das könnte an einer genetischen Variante des amiloridsensitiven Natriumkanals liegen. Prof. Dr. med. Dr. h. c. E. Ritz, Heidelberg 2002;2 (5): 41
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Die suboptimale Hypertonie-Behandlung: Bleiben die Zielwerte eine Illusion?

Wer glaubt, es gäbe nichts simpleres als den Bluthochdruck einzustellen, irrt gewaltig. Das zeigte auch die Jahrestagung des BNK wieder. Nach R. Kolloch werden bei nicht einmal 25% der Hypertoniker die Zielwerte von 140/90 mmHg und darunter erreicht. Da kann man schon nachdenklich werden, bedenkt man die pharmakotherapeutischen Fortschritte der letzten Jahre. Kolloch plädierte für die Kombinationstherapie, wobei die Diuretika nicht vernachlässigt werden sollten. Dr. med. Jochen Aumiller 2002;2 (5): 48-49
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Erfolglose Hochdrucktherapie: Zuerst die Compliance prüfen

Nach wie vor gelingt es nur relativ wenigen Hypertonikern, unter antihypertensiver Therapie ihren Blutdruck zu normalisieren. Ehe man in scheinbar therapieresistenten Fällen die Dosis erhöht, ein weiteres Medikament verordnet oder zu einer aufwendigen Abklärung schreitet, sollte die Compliance überprüft werden. Wie Prof. Michel Burnier, CHUV Lausanne, berichtete, normalisierte sich bei Einsatz eines elektronischen Monitorsystems der Blutdruck in einem Drittel der Fälle und besserte sich bei einem weiteren Drittel wesentlich. (ee) 2002;2 (4): 62
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Kommentar: Klinische Studienforschung – Standortnachteil Deutschland

Der Pharmaindustrie wird zuweilen vorgeworfen, dass sie in klinischen Studien die Fragestellung (auch) nach Marketinginteressen ausrichtet. Zumindest in Deutschland sollte man sich mit derlei Kritik allerdings besser zurückhalten. Denn hier fristet die klinische Forschung ein kümmerliches Schattendasein. (DE) 2002;2 (4): 62
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Hypertoniker mit Adipositas oder Diabetes: Differenzialtherapie richtet sich nach Begleiterkrankungen

Eine Hypertonie ist in der Hälfte der Fälle mit einer Adipositas assoziiert. Die Blutdruckeinstellung gelingt dann nach pathophysiologischen Gesichtspunkten am besten mit Betablockern und ACE-Hemmern bzw. AT1-Blockern. Aufgrund der positiven Stoffwechseleffekte besonders im Zuckerstoffwechsel sind ACE-Hemmer und AT1-Blocker bevorzugt bei Patienten mit metabolischem Syndrom einzusetzen. Kalziumantagonisten gelten als sicher stoffwechselneutral und können bei Adipositas ohne Bedenken verwendet werden. Diuretika sind ebenfalls als Monotherapeutika einsetzbar, doch eher für die Kombinationstherapie z. B. mit ACE-Hemmer geeignet. Prof. Dr. med. Gerd Bönner 2002;2 (3): 15-18
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Wenn Hypertonie in Herzinsuffizienz mündet: Betablocker, ACE-Hemmer und Diuretika sind jetzt doppelt wirksam

Leidet ein Patient an Herzinsuffizienz und an Hypertonie, so rücken für die Therapie des hohen Blutdrucks jene Medikamente in die erste Reihe, die auch bei Herzinsuffizienz wirksam sind. Dies sind die Betablocker, die ACE-Hemmer und die Diuretika. AT1-Blocker sind Alternativen zu den ACE-Hemmern, z.B. dann, wenn ACE-Hemmer schlecht vertragen werden. Dr. med. Patrick Müller, Prof. Dr. med. Michael Böhm 2002;2 (3): 20-28
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Hypertoniker mit TIA, Schlaganfall und vaskulärer Demenz: Blutdrucksenkung ist das A und O

Der Schlaganfall stellt die dritthäufigste Todesursache in Deutschland dar. Wichtigster Risikofaktor ist die Hypertonie. Der Nutzen der antihypertensiven Therapie für die Schlaganfallverhinderung ist durch viele Interventionsstudien belegt. Bei wirksamer Blutdrucksenkung kommt es innerhalb von zwei bis drei Jahren zur Risikoreduktion für tödliche und nichttödliche Schlaganfälle um etwa 40%. Die Wirkung von Betablockern, Diuretika, Kalziumantagonisten und ACE-Hemmern in der Primärprävention des Schlaganfalls bei Hochdruckpatienten kann in allen Altersgruppen als belegt angesehen werden. Prof. Dr. med. Joachim Schrader, Dr. med. Stephan Lüders 2002;2 (3): 30-36
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Neues Wirkprinzip gegen Bluthochdruck: Was leisten die Vasopeptidase-Inhibitoren?

Die so genannten Vasopeptidaseinhibitoren vereinen zwei Wirkprinzipien in einem Molekül: Zum einen die klassische ACE-Hemmung inklusive Verstärkung der Bradykininwirkung; zum anderen die Inhibition des Abbaus der vasodilatierenden Peptidhormone ANP, BNP und CNP. Hierbei handelt es sich um natriuretische Peptide, die in Vorhof, Ventrikel und Endothel gebildet werden. Dr. med. A. Dendorfer 2002;2 (3): 38-42
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Renin-Angiotensin-Systeme im Fettgewebe: Hochdruck-Anreize aus der Speckschwarte?

Fettgewebe kann vasoaktive Substanzen sezernieren, die zu einer gewichtsbezogenen Hypertonie beitragen können. Die vorliegende Studie untersucht die Expression von Renin-Angiotensin-Genen in Fettgeweben von übergewichtigen Hypertonikern sowie ihre hormonelle Regulation. Prof. Dr. med. Peter Dominiak, Lübeck 2002;2 (3): 64
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Schwere essenzielle Hypertonie: Mitunter eine Druckfolge auf die Medulla oblongata?

Basierend auf tierexperimentellen und klinischen Untersuchungen wurde die Hypothese aufgestellt, dass die neurovaskuläre Kompression der rostral ventrolateralen Medulla linksseitig auf der Höhe des Hirnnerveneintritts IX und X zu Hypertonie führe. In der Tat konnte in Einzelbeobachtungen belegt werden, dass die chirurgische Dekompression des Hirnstamms an diesem topographischen Areal bei Patienten mit schwerer essenzieller Hypertonie zu verbesserter Blutdruckeinstellung führt. Prof. Dr. med. Dr. h.c. Eberhard Ritz, Heidelberg 2002;2 (3): 65-66
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14. Weltkardiologenkongress in Sydney: „Bei allem Enthusiasmus – bleibt skeptisch!“

Die kardiologische Forschung beschert uns alljährlich Unmengen neuer Daten, neuer Ansätze und Konzepte, dass es nicht nur schwer fällt, die Übersicht zu bewahren, sondern auch die Spreu vom Weizen zu trennen. Wenn das nur so leicht wäre. Denn unsere angeblich so gründlich und wasserdicht abgesicherten wissenschaftlichen Standpunkte haben nur selten mit der objektiven Wahrheit zu tun. Sie sind häufig der Irrtum von morgen. (JA) 2002;2 (3): 70-71
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14. Weltkardiologenkongress in Sydney: LIFE bringt wieder Leben in die Hypertonologie

Die LIFE-Studie (Losartan Intervention for Endpoint Reduction in Hypertension) hatte schon auf der Jahrestagung des American College of Cardiology für Überraschungen gesorgt. In Sydney trug Studienleiter Dr. Björn Dahlöf, Göteborg, neue Daten aus der echokardiographischen Substudie vor, die erneut Stoff für grundsätzliche Diskussionen liefern dürfte. Danach wiesen die Patienten unter Losartan eine signifikant stärkere Regression der linksventrikulären Hypertrophie auf als die Vergleichsgruppe unter Atenolol. (JA) 2002;2 (3): 72
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14. Weltkardiologenkongress in Sydney: Essentiell beim Hochdruck ist das Renin-Angiotensin-System

Ein historisches Datum: Vor nun genau 30 Jahren erschien im New England Journal of Medicine von H. R. Brunner et al. (286 (1972), 441–449) die Beobachtung, die den Durchbruch brachte: Hypertoniepatienten mit niedriger Plasma-Renin-Aktivität bekamen weder Schlaganfall noch Herzinfarkt. Dagegen stieg mit zunehmender Renin-Aktivität das Infarkt- und Schlaganfallrisiko. Dr. med. Jochen Aumiller 2002;2 (3): 74-75
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Atypische Hypertonie: Wann lohnt ein Screening auf Nierenarterienstenose?

Die Nierenarterienstenose kann Ursache einer renovaskulären Hypertonie und ischämischen Nephropathie mit progredientem Nierenfunktionsverlust sein. Bei selektierten Risikopatienten sollte ein gezieltes Screening mittels nicht invasiver, effektiver und kostengünstiger Testverfahren erfolgen. Der Einsatz minimal invasiver Techniken hat zu verbesserten therapeutischen Möglichkeiten auch der atherosklerotischen Form der Nierenarterienstenose geführt. Dr. med. M. Schmidt, Prof. Dr. med. M. Blumenstein 2002;2 (2): 48-52
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Renin-Inhibitor Aliskiren: Bald Alternative zu ACE-Hemmern und AT1-Antagonisten?

Mit Aliskiren wird ein neues Antihypertensivum entwickelt, das im Renin-Angiotensin-System ganz zu Beginn der Angiotensin-II-Biosynthese angreift. Ob dies für die Patienten Vorteile bringt, kann erst nach großen Vergleichen mit ACE-Hemmern und AT<SUB>1</SUB>-Antagonisten abgeschätzt werden. Prof. Dr. med. Peter Dominiak 2002;2 (2): 56-57
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Aktuell | 51. Jahrestagung des American College of Cardiology, 17.–20. März in Atlanta

Höhepunkte der 51. Jahrestagung des American College of Cardiology, 17.–20. März in Atlanta Dr. med. Jochen Aumiller 2002;2 (2): 65
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Hypertoniker mit Aortenklappenstenose: Welche Antihypertensiva sind am günstigsten?

Bluthochdruck ist bei älteren Patienten mit einer hämodynamisch wirksamen Aortenklappenstenose keine Seltenheit. Die doppelte Druckbelastung des linken Ventrikels fördert die Entstehung einer linksventrikulären Hypertrophie. Der Blutdruck muss deshalb konsequent gesenkt werden, wobei in erster Linie ACE-Hemmer und Kalziumantagonisten eingesetzt werden sollten. (Sti) 2002;2 (2): 66
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Erklärt sich so der antiarrhythmogene Effekt der ACE-Hemmer?

Die Fähigkeiten von ACE-Inhibitoren, den Sympathikotonus bei Hypertonie zu beeinflussen, sind in der Vergangenheit kontrovers beschrieben worden. Der wichtigste Inaktivierungsmechanismus der Noradrenalinfreisetzung, nämlich die Wiederaufnahme in die Nervenendigung, wird für die Hypertonie in der folgenden Studie untersucht. Prof. Dr. med. Peter Dominiak 2002;2 (1): 48
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Blutdrucksenkung durch Gewichtsreduktion bei Adipositas: Entscheidend ist die sympathische Aktivität

Ein erhöhter Sympathikotonus ist häufig Ursache für eine Hypertonie. Durch eine Gewichtsreduktion sinkt in der Regel der Blutdruck. Die vorliegende Studie zeigt, dass der Umfang der Blutdrucksenkung sowohl vom Noradrenalinspiegel zu Beginn als auch von der Änderung des Nor-adrenalinspiegels unter Gewichtsreduktion abhängt. Prof. Dr. med. Alfred Wirth 2002;2 (1): 53
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