Diabetologie

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3-Jahres-Ergebnisse der 4-T-Studie: Welche Insulinstrategie ist die beste nach Versagen einer oralen Therapie?

Wenn Typ-2-Diabetiker mit zwei oralen Antidiabetika nicht mehr auskommen, ist der sanfte Start in die Insulintherapie mit einem Basalinsulin eine gute Option. Im Vergleich zur Einstellung auf ein prandiales oder biphasisches Insulin wird eine ebenso gute bzw. bessere BZ-Kontrolle erreicht, die mit weniger Hypoglykämien und Gewichtszunahme erkauft wird. Allerdings müssen die meisten Patienten bereits nach kurzer Zeit auf ein komplexeres Insulinregime umgestellt werden, egal mit welchem Insulin sie die Therapie beginnen. D. Einecke 2009;9 (6): 22
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Typ-2-Diabetiker mit Schwindel und Übelkeit: Im EKG zeigt sich eine überraschende Diagnose

Als ein 56-jähriger Patient mit metabolischem Syndrom plötzlich über Übelkeit und Schwindel klagte, sprach zunächst nichts für ein kardiales Ereignis. Doch dann entwickelte er eine leichte Dyspnoe. Das EKG offenbarte überraschenderweise ein schwerwiegendes kardiales Ereignis. P. Stiefelhagen 2009;9 (6): 56
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ACE-Hemmer-assoziiertes Angioödem: Bei Kombination mit DPP-4-Hemmer steigt das Risiko

Aufgrund der häufigen Assoziation von Typ-2-Diabetes und Hypertonie ist zu erwarten, dass immer mehr Patienten sowohl mit einem oralen DPP-4-Inhibitor als auch mit einem ACE-Hemmer behandelt werden. Brown et al. beobachteten eine Interaktion der beiden Substanzen, die nicht nur interessant, sondern auch bedeutsam ist. W. Zidek 2009;9 (6): 58
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Prävention durch Omega-3-Fettsäuren: Nur bestimmte Fischarten schützen vor Diabetes

Fisch schützt vor Myokardinfarkt, da Omega-3-Fettsäuren einen protektiven Effekt bei der Atherogenese und bei Herzrhythmusstörungen haben. Manche Fischarten verringern auch das Diabetesrisiko. A. Wirth 2009;9 (6): 63
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Insulin unter Beschuss: Was ist dran am Krebsverdacht?

Machen Insulin und Insulinanaloga Krebs? So fragen die Schlagzeilen seit wenigen Wochen. Auf dem europäischen Krebskongress in Wien dominierte das Thema und offenbarte einen wütenden Streit der Interessengruppen: Forscher gegen Industrie gegen Medien gegen Fachgesellschaften. Alle gegen alle, Versagen auf der ganzen Linie. Und die Patienten wollen wissen: Soll ich mein Insulin absetzen, Herr Doktor? Offiziell wird beschwichtigt, die Therapieschemata sollen nicht geändert werden, das sei aufgrund des derzeitigen Erkenntnisstandes nicht zu rechtfertigen. J. Aumiller 2009;9 (5): 22-23
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Glukosekontrolle: nicht nach Schema F. Therapieziele individualisieren

Welche Glukosezielwerte sollen mit den heute zur Verfügung stehenden antidiabetischen Substanzen von Metformin bis zu den Insulinen erreicht werden? Eine pragmatische Empfehlung: Die manchmal noch sehr jungen Typ-1-Diabetiker sind konsequenter auf niedrige Glukosewerte einzustellen als etwa 80-jährige, komorbide Typ-2-Diabetiker. J. Aumiller 2009;9 (5): 23-24
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Überraschungen in Langzeitstudien: Wird die Diabetes-Diagnostik revidiert?

Dass in diesem Jahr deutlich weniger Diabetologen aus aller Welt zur Jahrestagung der American Diabetes Association in New Orleans kamen, lag gewiss nicht an einer Baisse in der Forschung. Im Gegenteil: Zahlreiche spannende Studien (u. a. BARI-2D, RECORD, Folgeanalyse von ACCORD) wurden diskutiert sowie ein neuer Vorschlag, den Diabetes mellitus zu diagnostizieren: mit dem HbA1C. J. Aumiller 2009;9 (4): 26-28
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Diabetes mellitus und kardiovaskuläre Endpunkte: Glucose matters!

Die Grundannahme für eine optimale Stoffwechseleinstellung beim Typ-2-Diabetiker besteht in der Hypothese, dass hierdurch nicht nur die Akutsymptomatik beseitigt, sondern auch der Entwicklung von Arteriosklerose bzw. Atherothrombose entgegengesteuert und darüber hinaus die Entstehung mikroangiopathischer Organveränderungen verhindert wird. D. Tschöpe 2009;9 (4): 56-59
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AT1-Blocker vs. ACE-Hemmer nach ONTARGET: Inferiorität oder Non-Inferiorität?

Bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen und Diabetikern mit Risikofaktoren aber ohne Herzinsuffizienz ist mit ACE-Hemmern (ACEI) eine Reduktion der kardiovaskulären Morbidität und Mortalität erwiesen. Welche Rolle der AT1-Blocker (ARB) bei solchen Patientengruppen spielt, war bisher nicht bekannt. Daher wurde eine große, randomisierte, doppelblinde Langzeit-Vergleichsstudie (ONTARGET) zwischen dem ARB Telmisartan (T) und dem ACEI Ramipril (R) jeweils allein und in Kombination bei den obengenannten Patientenpopulationen durchgeführt. B. Rangoonwala, J. Rosenthal 2009;9 (4): 60-63
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Diabetisches Fußsyndrom: Interdisziplinäre Therapiealgorithmen verbessern die Prognose erheblich

Editorial von Prof. Dr. med. Jochen Seißler J. Seißler 2009;9 (3): 1
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Diabetologen gründen Dachverband. Die Vision: Einheit und Zuversicht

Die Meinungsführer der zerstrittenen Diabetesszene in Deutschland haben in Leipzig offenbar das Kriegsbeil begraben und einen Dachverband nach angloamerikanischem Muster gegründet. Nachdem das Gesundheitsministerium dem „Nationalen Aktionsplan Diabetes mellitus“ Ende 2008 die Unterstützung entzogen hatte, wollen die Akteure nun mit neuen Visionen und einer gemeinsamen Online-Plattform (diabetes.DE) für Sympathien werben. J. Aumiller 2009;9 (3): 22-23
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Aktualisierte Leitlinie zur medikamentösen Diabetestherapie: HbA1c-Ziele individueller setzen

Neue Therapiestudien zum Typ-2-Diabetes (ACCORD, ADVANCE) haben im letzten Jahr die bisherigen Empfehlungen zwar weitgehend bestätigt, aber in einigen Punkten auch widerlegt. Grund genug für die DDG, ihre Leitlinie Medikamentöse antihyperglykämische Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 zu aktualisieren. J. Aumiller 2009;9 (3): 24
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Zweite Nationale Verzehrstudie bestätigt Trend zur Adipositas

Die Zweite Nationale Verzehrstudie zum Essverhalten der Deutschen zeigt, dass knapp 80% der bundesdeutschen Bevölkerung täglich mehr Fett als empfohlen zu sich nehmen. Dagegen unterschreiten rund drei Viertel der Menschen die empfohlene Ballaststoffmenge von 30 g täglich. J. Aumiller 2009;9 (3): 25
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Diabetisches Fußsyndrom: Nationale Versorgungsleitlinie publiziert

Aktuell gibt es deutschlandweit 132 ambulante und 70 stationäre, von der DDG zertifizierte Fußbehandlungseinrichtungen. Sie leisten gute Arbeit, wie eine erste Evaluation jetzt bestätigt hat. Eine weitere Verbesserung der Versorgung soll die neu erarbeitete Nationale Versorgungsleitlinie bringen. J. Aumiller 2009;9 (3): 25-26
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Revaskularisation bei Diabetikern: Eine echte Sisyphusarbeit

Bei Diabetikern weist die KHK eine Reihe von Besonderheiten auf, sowohl in diagnostischer als auch in therapeutischer Hinsicht. Dies erklärt die insgesamt deutlich schlechtere Prognose im Vergleich zu Stoffwechselgesunden. Was bedeutet dies für das therapeutische Management? Sollten Diabetiker eher operiert oder gestentet werden? P. Stiefelhagen 2009;9 (3): 38
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Prophylaxe und Therapie des diabetischen Fußsyndroms (DFS): Der stumme Infarkt des Fußes

Die Prävalenz des diabetischen Fußsyndroms (DFS) nimmt weltweit zu, deshalb gewinnen die Prophylaxe und die frühzeitigen Einleitung einer effektiven Therapie besondere Bedeutung auch in der täglichen Praxis des Hausarztes oder Internisten. M. Veitenhansl 2009;9 (3): 48-52
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Netzwerk Diabetischer Fuß: Fußspezialisten, Hausärzte und Krankenkassen ziehen an einem Strang

Ein Netzwerk Diabetischer Fuß regelt die interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit in der Betreuung von Kranken mit diabetischem Fußsyndrom (DFS) verbindlich für eine Region. Die Zusammenarbeit von diversen Spezialisten erlaubt, auch schwerere Krankheitsbilder ambulant zu behandeln, als dies in konventionellen Strukturen normalerweise möglich ist. D. Hochlenert, G. Engels 2009;9 (3): 53-55
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Periphere arterielle Verschlusskrankheit: Die Gefäßsituation bei Diabetikern erfassen und rational behandeln

Diabetiker mit PAVK stellen ein Hochrisikokollektiv für kardiovaskuläre Ereignisse dar. Bei ca. 40–50% der Fälle mit einem diabetischen Fußsyndrom besteht eine relevante Durchblutungsstörung der Beine, die das Amputationsrisiko gegenüber rein neuropathischen Ulzera erhöht. M. Czihal, M. Treitl, U. Hoffmann 2009;9 (3): 56-60
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Diabetischer neuropathischer Fuß: Mit chirurgischen Eingriffen die Amputationsrate senken

Die hohe Zahl der Amputationen beim diabetischen Fuß ist einerseits durch die arterielle Verschlusskrankheit und andererseits durch Infektionen aufgrund einer Polyneuropathie zurückzuführen. Letztere entstehen infolge von Ulzerationen, die sich über Knochenprominenzen wie den Mittelfußköpfchen entwickeln. Operatives Vorgehen ist einerseits zur Beherrschung und andererseits zur Vermeidung schwerer Infektionen indiziert. Abszedierende Infektionen werden durch konsequentes Débridement aller nekrotischen Gewebeanteile behandelt. S. Kessler, C. Volkering 2009;9 (3): 61-64
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ADVANCE-Studie untersuchte Endorganprotektion: Blutdrucksenkung rettet die Nieren von Typ-2-Diabetikern

Die ADVANCE-Studie brachte für die Hypertoniebehandlung bei Typ-2-Diabetikern wichtige neue Erkenntnisse. Nun wurde der Einfluss der Blutdrucksenkung auf die Nierenfunktion untersucht. W. Zidek 2009;9 (2): 64
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Wird die Diabetes-Diagnostik revidiert?

In den letzten Dekaden erfuhr die Diabetes-Definition wiederholte Revisionen. Nun hat eine internationale Expertenkommission unter Leitung von David Nathan, Boston, einen neuen, geradezu revolutionären Vorschlag vorgelegt: Ein HbA1c-Wert genügt, wenn der Grenzwert von 6,5% und mehr erreicht wird. J. Aumiller (2009)
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