Kardiovaskuläre Risikoreduktion bei Adipositas: Erfolg versprechende Therapie durch Blockade des Endocannabinoid-Rezeptors
Zusammenfassung:
Adipositas erhöht das Risiko für Diabetes mellitus, arterielle Hypertonie und Fettstoffwechselstörungen. Daneben wurden bei Adipösen auch Zeichen einer systemischen Entzündungsreaktion, verstärkter oxidativer Stress und Gerinnungsstörungen nachgewiesen. Sämtliche Risikofaktoren sind bei Patienten mit einer vorwiegend abdominalen Fettverteilung, die durch Messung des Taillenumfangs diagnostiziert werden kann, besonders stark ausgeprägt. Die Risikokonstellation trägt zu vorzeitigen Gefäßerkrankungen bei und verkürzt die Lebenserwartung. Die vermehrte Freisetzung von so genannten Endocannabinoiden kann offenbar eine anhaltende Gewichtsreduktion verhindern und gleichzeitig das adipositasassoziierte Risikoprofil ungünstig beeinflussen. Diese Hypothese wird durch große klinische Studien unterstützt, bei denen die Endocannabinoidwirkung durch den Cannabinoid-1 (CB1)-Antagonisten Rimonabant (Accomplia®) blockiert wurde.Springer Medizin Login
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